"Welcher Platz für unsere Ki nder?" ARTE/20.45/21.12.2004
Hallo,
habt Ihr auch die o.g. Sendung auf ARTE gesehen?
Mein Eindruck: in all´ den hochstrittigen Kämpfen um/für die
Kinder
wurden ausschließlich Mütter gezeigt, die mehr oder weniger
bindungsintolerant sind.
Oder ist bei mir ein falscher Eindruck entstanden?
Warum können all´ diese Mütter nicht akzeptieren, daß
Kinder Väter
haben, die sie liebhaben wollen, auch nach einer Trennung??? Was ist
mit all´ diesen Frauen geschehen, daß diese in Bezug auf ihre
Kinder
so - mit Verlaub - irrsinnig reagieren?
Gruß
Charly
Themenabend: Was uns auf den Nägeln brennt
Welcher Platz für unsere Kinder?
20.45 Uhr
Trennung: Und wo leben die Kinder?
45 Min. [20:45]
Dokumentation, Frankreich 2004
ARTE F, Erstausstrahlung
Von: Christine Lamaziere
In Frankreich erreicht die Scheidungsrate fast die 50-Prozent-Marke.
Circa 35 Prozent der Familien bestehen inzwischen aus allein
Erziehenden. Der Film rückt die Kinder aus gescheiterten Beziehungen
in den Mittelpunkt und geht der Frage nach, ob manche Eltern über der
Suche nach ihrem persönlichen Glück vielleicht das Glück ihrer
Kinder
aus den Augen verlieren?
In Frankreich werden jährlich 300.000 Ehen geschlossen und 115.000
geschieden, das heißt beinahe jedes zweite Paar wirft das Handtuch.
Inzwischen bestehen 35 Prozent der Familien aus allein Erziehenden,
betroffen sind vier Millionen Kinder. Sich scheiden lassen oder
trennen ist einfach geworden. Aber wie geht ein Kind mit der
gescheiterten Liebesbeziehung seiner getrennten Eltern um? Überlegen
sich kurz vor der Trennung stehende Eltern, welche Konsequenzen ein
solcher Schritt für die Psyche ihrer Kinder hat? Über diese Fragen
sprach Filmemacherin Christine Lamaziere unter anderem mit der
Familienrichterin Feyler Sapéne, die immer öfter für das
Wechselmodell
entscheidet, was in der Praxis für die Kinder eine Woche beim Vater
und eine Woche bei der Mutter bedeutet. Und während Saida als
Vermittlerin versucht, den Dialog zwischen getrennten Eltern wieder
einzuführen, setzt sich Herr Rodriguez, Leiter eines
"Treffpunkts",
für die Aufrechterhaltung der Beziehung biologischer Eltern zu ihren
Kindern ein. Auch Betroffene kommen zu Wort: Etwa der Vater und die
Mutter, die sich seit acht Jahren vor Gericht um das Sorgerecht für
ihre Tochter streiten. Oder die 13-jährige Violaine, die mit Hilfe
ihres Anwalts durchsetzen möchte, dass sie bei ihren Großeltern
leben
darf, weil sie den Kommunikationsmangel mit ihrer in zweiter Ehe
lebenden Mutter nicht mehr aushält. Laetitia, ebenfalls 13, lebt mehr
oder weniger glücklich in einem 50/50-Modell, von dem die zehnjährige
Lea, der ihr Vater sehr fehlt, nur träumen kann. Der Film zeigt, wie
destruktiv sich eine von den Eltern schlecht vorbereitete Scheidung
auf die Kinder auswirkt. In einem Punkt sind sich alle - Richter,
Kinderärzte, Vermittler, Rechtsanwälte - einig: Nicht die Scheidung
an
sich löst beim Kind ein Trauma aus, sondern die Art und Weise, wie die
Trennung der Eltern verläuft. Schlimm wird es, wenn Kinder in eine
Schlammschlacht zwischen ihren Eltern geraten, wenn sie einen
Elternteil gar nicht mehr sehen oder wenn sie von keiner Seite
Geborgenheit erfahren.
"Welcher Platz für unsere Ki nder?" ARTE/20.45/21.12.2004
"Welcher Platz für unsere Ki nder?" ARTE/20.45/21.12.2004
Roland Mösl schrieb:
> Menschliche Körper haben eine irrsinige kurze MTBF,
> daher total abartig, daß man in der kurzen Zeit ständig
> Partner wechselt.
>
Wieso das?
Oft den Partner wechseln heißt doch auch eine kurze MTTR.
Wo liegt das Problem?
SCNR
gerhard