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Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: "Franz Müller"
2005-03-09 19:59:03

Hallo allerseits,

wer kann mir da eine gute Literaturempfehlung geben oder eine gute Webseite
mitteilen? (Im Fernsehen war letztens eine Sendung nachdem das sowieso
Quatsch ist (engl. Studie) da letztlich die Gene in der späteren Entwicklung
den schulischen Erfolg bestimmen, aber ganz kann ich daran nicht glauben.
Was meint Ihr?

Gruss Franz.

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: Tata
2005-03-09 21:23:08

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: ebba.lippert@gmx.net (Ebba Lippert)
2005-03-09 21:23:08

Franz Müller wrote:

> Hallo allerseits,
>
> wer kann mir da eine gute Literaturempfehlung geben oder eine gute Webseite
> mitteilen? (Im Fernsehen war letztens eine Sendung nachdem das sowieso
> Quatsch ist (engl. Studie) da letztlich die Gene in der späteren Entwicklung
> den schulischen Erfolg bestimmen, aber ganz kann ich daran nicht glauben.
> Was meint Ihr?

Ich denke schon, dass die Gene einen großen Anteil an der Entwicklung
eines Menschen haben u. eben auch daran, wie er z.B. mit den
Anforderungen der Schule klar kommt.
Ich glaube auch auch daran, dass der Umgang der Eltern mit ihren Kindern
zumindest in den ersten Jahren einen großen Einfluss auf die Entwicklung
der Kinder hat.
So macht es sicher einen Unterschied, ob die Eltern selbst offen für
ihre Umwelt sind, ihren Kindern neue Dinge zeigen u. mit ihnen spielen
u.ä. oder ob sie diese dumpf vor sich hinbrüten lassen oder vor dem
Fernseher parken.
IMHO können die Eltern schon die Neugierde des Kindes, seine
Aufmerksamkeit Dingen u. Ereigenissen gegenüber und ihre Lernfreude
fördern oder eben auch blockieren.

Von spezieller Förderung halte ich persönlich aber nicht so viel. Ich
glaube, das ganz normale Leben und der normale Umgang mit Kindern halten
schon genug bereit, dass zu lernen ist und anregt. Wichtig ist dabei
natürlich immer ein offenes Ohr und Auge für die Fragen, Interessen und
Vorlieben der Kinder zu haben u. hierauf mit Antworten und Angeboten zu
reagieren.
>
> Gruss Franz.

Liebe Grüße
Ebba

--
PM an: ebba.lippert@gmx.de
ebba.lippert@gmx.net ist wg. Übermüllung geschlossen ;-).

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: "pg"
2005-03-10 01:12:39

Das wichtigste für ein Kind ist die Beziehung, Kinder brauchen Zeit von
ihren Eltern, zuhören, reden, lachen miteinander. So haben sie vertrauen in
die Welt und können sich diese erobern. Die Neugier eines Kindes, die Lust
am Lernen und Entdecken ist genetisch da, nur wir lieben Erwachsenen glauben
sie in Programme stecken zu müssen dass sie schulisch voran kommen. Unser
Kindergarten - und Schulsystem ist es gerade, daß die Kinder hemmt, Lernen
verhindert und Entwicklungen einschränkt. gruß peter greiner

> wer kann mir da eine gute Literaturempfehlung geben oder eine gute
> Webseite
> mitteilen? (Im Fernsehen war letztens eine Sendung nachdem das sowieso
> Quatsch ist (engl. Studie) da letztlich die Gene in der späteren
> Entwicklung
> den schulischen Erfolg bestimmen, aber ganz kann ich daran nicht glauben.
> Was meint Ihr?
>
> Gruss Franz.
>
>

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: Willibald Papesch
2005-03-10 08:32:04

Franz Müller wrote:

> Hallo allerseits,
>
> wer kann mir da eine gute Literaturempfehlung geben oder eine
> gute Webseite mitteilen? (Im Fernsehen war letztens eine Sendung
> nachdem das sowieso Quatsch ist (engl. Studie) da letztlich die
> Gene in der späteren Entwicklung den schulischen Erfolg
> bestimmen, aber ganz kann ich daran nicht glauben. Was meint
> Ihr?

Hallo Franz,

zwei Buchtipps:

1. Kunze/Salamander: Kinder fördern im Alltag. Gräfe und Unzer
Verlag München 2002
Sehr viele ganz alltagspraktische Beispiele und Anregungen für das
Alter 1 - 5.

2. Elschenbroich, Donata: Weltwissen der Siebenjährigen. Wie
Kinder die Welt entdecken. Goldmann TB 15175/2002
Das Buch zeigt, dass Kinder sehr viel mehr können, als sie können
dürfen.

Gruß
Willibald
--
http://www.papesch.de

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: "Monica Ladberg"
2005-03-10 12:53:14

Franz Müller tippte:
> Hallo allerseits,
>
> wer kann mir da eine gute Literaturempfehlung geben oder eine gute
> Webseite mitteilen? (Im Fernsehen war letztens eine Sendung nachdem das
> sowieso Quatsch ist (engl. Studie) da letztlich die Gene in der späteren
> Entwicklung den schulischen Erfolg bestimmen, aber ganz kann ich daran
> nicht glauben. Was meint Ihr?

Ich meine, dass viele Menschen/Eltern Kinder sehr unterschätzen -
man erzieht sie also erstmal zum Nichtstun/Hilflosigkeit, um dann
später doch bereitwillige Leistung zu erwarten.

Und was ich auch immer wieder bemerke, dass der Wissensdrang
bei Kindern absichtlich gedämpft wird, insbesonders bei Kindern,
die früh durch große Aufgewecktheit und besonders "schlauem"
oder intelligentem Auftreten auffallen.
Viele Eltern haben Angst, dass das Kind sich dann in der Schule
langweilen könnte, oder dass man ihm dort nichts mehr "beibringen"
kann, oder es wird als fürchterlich empfunden, wenn ein Kind
lieber liest, als draussen zu spielen, und vielleicht sogar noch
VOR der Schule... ich halte das für fatal.

Leider habe ich es ein paarmal zu oft miterlebt, wie total
wissensdurstige und intelligente Kinder derart "ausgehungert"
wurden, Bücher, Wissen, jede intellektuelle Herausforderung
absichtlich von ihnen ferngehalten wurde, damit sie "richtige
Kinder" bleiben und sich später nicht in der Schule langweilen. :-/

Zumindest in den von mir erlebten Fällen war es dann so,
dass diese Kinder dann endlich in der Schule überhaupt
keine Lust mehr hatten, irgendwo mitzumachen, bzw. bei
kleinen Schwierigkeiten auch alles hingeworfen haben:
"ich kann das nicht".

Insofern ist meine Meinung dazu, dass wenn ein Kind Wissen
einfordert, man ihm dies Wissen auch zugänglich machen
soll - in dem Rahmen, den das Kind bestimmt - weder das
Kind mit Zwang fordern, aber auch nicht den Elan gleich
im Keim ersticken, damit es kein Sonderling wird. :)

Wenn ein Kind dann halt schon vor der Schule lesen und
schreiben kann, so what? Ein mitdenkender Lehrer wird
sicher dafür sorgen können, dass das Kind sich nicht zu
oft langweilt - ob es nun kleine Extraaufgaben bekommt,
oder anderen Mitschülern helfen darf, Möglichkeiten gibt
es da viele.

Also wenn ein Kind halt lieber Sendung mit der Maus
guckt, als Teletubbies, oder vielleicht sogar Galileo,
dann würde ich das nicht mit seichter Kost unterdrücken
wollen.
Genauso halte ich nicht viel davon, Kinder beim Spielen
gewinnen zu lassen, und denkintensive Spiele wie
Schach unter "dafür bist Du zu jung" zu unterbinden.

Also einfach alles mögliche anbieten, probieren lassen,
keine Angst vor intellektueller Forderung, wenn es dem
Kind keinen Spass macht, wird es das sicher schon
irgendwie zeigen. :)

Monica

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: Erik Braun
2005-03-10 12:10:53

Monica Ladberg wrote:

> Viele Eltern haben Angst, dass das Kind sich dann in der Schule
> langweilen könnte, oder dass man ihm dort nichts mehr "beibringen"
> kann, oder es wird als fürchterlich empfunden, wenn ein Kind
> lieber liest, als draussen zu spielen, und vielleicht sogar noch
> VOR der Schule... ich halte das für fatal.

Ein Kind, welches schon vor der Schuleinführung lesen kann, wird
sich in der Schule gewaltig langweilen.
Daran ändern auch zusätzliche Herausforderungen außerhalb der Schule
nichts.

[...]
> Wenn ein Kind dann halt schon vor der Schule lesen und
> schreiben kann, so what? Ein mitdenkender Lehrer wird
> sicher dafür sorgen können, dass das Kind sich nicht zu
> oft langweilt - ob es nun kleine Extraaufgaben bekommt,
> oder anderen Mitschülern helfen darf, Möglichkeiten gibt
> es da viele.

So sehe ich das auch. Ich befürchte allerdings, daß die meisten Lehrer
ihre Aufmerksamkeit auf die Schüler richten werden, die Mühe haben, mit
dem Unterricht mitzukommen.

> Also wenn ein Kind halt lieber Sendung mit der Maus
> guckt, als Teletubbies, oder vielleicht sogar Galileo,
^^^^^^^
> dann würde ich das nicht mit seichter Kost unterdrücken wollen.

manch einer wird hier einen Widerspruch sehen :-)

[...]
Ansonsten Zustimmung.

gruß, erik

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: "Hendrik Schober"
2005-03-10 13:15:10

Erik Braun wrote:
> [...]
> Ein Kind, welches schon vor der Schuleinführung lesen kann, wird
> sich in der Schule gewaltig langweilen.
> [...]

Nur, wenn es in der Schule dann noch einmal
lesen lernen soll. Wenn es sofort seinem
Wissensstand entsprechende weiterführende
Aufgaben bekommt, dan nicht.

> gruß, erik

Schobi

--
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Im Schobi at suespammers dot org

"The presence of those seeking the truth is infinitely
to be prefered to those thinking theyve found it."
Terry Pratchett

Kinderförderung im Alter 4-6 Jahre

Autor: Volker Gringmuth
2005-03-10 12:58:29

Willibald Papesch wrote:

> 2. Elschenbroich, Donata: Weltwissen der Siebenjährigen. Wie
> Kinder die Welt entdecken. Goldmann TB 15175/2002
> Das Buch zeigt, dass Kinder sehr viel mehr können, als sie können
> dürfen.

*unterschreib* - dieses Buch ist wirklich großartig.


vG

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