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Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: Michael Sattler
2005-05-03 12:26:39

Hallo!

Ich war mir eigentlich immer sicher, nie Kinder haben zu wollen.

Nun bin ich seit 2 Jahren (sehr glücklich) mit einer Frau zusammen,
die diesbezüglich lange Zeit auch skeptisch war (wenngleich nicht so
sehr wie ich), nun aber in der letzten Zeit einen zunehmenden Wunsch
nach Kindern und Familie verspürt. Was mich natürlich sehr
nachdenklich macht...


Daher meine Frage: kennt jemand empfehlenswerte Bücher, die uns,
insbesondere mir bei der Entscheidung helfen bzw. als
Diskussionsgrundlage dienen könnten?

Interessant erscheinen mir dabei u.a. die Aspekte:
- Kinder vs. eigene Freiheit/Autonomie/Selbstverwirklichung
- der Einfluss von Kindern/Kinderlosigkeit auf die Paarbeziehung
- Kinder und Familie als "Glücksquelle"
- nicht vorhandener Kinderwunsch und Herkunftsfamilie
- wie Kinder den Alltag verändern


Gute Ratschläge oder persönliche Erfahrungen sind natürlich auch
willkommen! ;-)


Danke und viele Grüsse,
Michael

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: Tata
2005-05-03 13:26:33

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: Mervi Esser
2005-05-03 13:26:33

Michael Sattler schrieb:
> Hallo!
>
> Ich war mir eigentlich immer sicher, nie Kinder haben zu wollen.
>
> Nun bin ich seit 2 Jahren (sehr glücklich) mit einer Frau zusammen,
> die diesbezüglich lange Zeit auch skeptisch war (wenngleich nicht so
> sehr wie ich), nun aber in der letzten Zeit einen zunehmenden Wunsch
> nach Kindern und Familie verspürt. Was mich natürlich sehr
> nachdenklich macht...
>
>
> Daher meine Frage: kennt jemand empfehlenswerte Bücher, die uns,
> insbesondere mir bei der Entscheidung helfen bzw. als
> Diskussionsgrundlage dienen könnten?
>
> Interessant erscheinen mir dabei u.a. die Aspekte:
> - Kinder vs. eigene Freiheit/Autonomie/Selbstverwirklichung
> - der Einfluss von Kindern/Kinderlosigkeit auf die Paarbeziehung
> - Kinder und Familie als "Glücksquelle"
> - nicht vorhandener Kinderwunsch und Herkunftsfamilie
> - wie Kinder den Alltag verändern
>
>
> Gute Ratschläge oder persönliche Erfahrungen sind natürlich auch
> willkommen! ;-)
>
>
> Danke und viele Grüsse,
> Michael


Hallo Michael,
meinst Du wirklich, dass Dir Bücher bei einer solchen Entscheidung
helfen können?

Die Veränderungen, die Kinder mit sich bringen, kann man vorher garnicht
ermessen. Inwiemeit Kinder Eure Freiheit einschränken werden, welchen
Einfluß das auf Euch als Paar hat, ob Ihr mit Kindern glücklich(er)
werdet etc, das hängt doch ganz allein von Euch ab.

Ich an Deiner Stelle würde mir einfach mal Gedanken machen, wie Eure
Beziehung weitergehen soll.
Ist es für Dich Perspektive, mit Deiner Lebensgefährtin als Paar
zusammen zu leben, ohne Kinder, mit allen großen Freiheiten wie Urlaub,
wahrscheinlich 2 Einkommen, dem ein oder anderen Luxus? Oder stagniert
die Beziehung mit diesem Gedanken?
Vielleicht ist die Familie ja auch eine Weiterentwicklung Eurer Beziehung?
Oder siehst Du Kinder nur als "Last", würdest Du nur Kinder bekommen, um
Deiner LG zu genügen? Würde es Dein Leben nicht vielleicht bereichern,
wenn Du ein Kind hättest?
Hättet Ihr uU Unterstützung durch Großeltern (das macht vieles
leichter)? Wer würde das Kind betreuen? Wer finanziert die Familie?

Mach doch einfach mal eine Liste mit allen positiven und negativen
Dingen, die Dir zum Thema Familie einfallen und dann frag Deine
Partnerin mal, wie sie sich Eure weitere Entwicklung vorstellen kann.

Auf lange Sicht funktioniert eine Beziehung wohl nur, wenn man den
gleichen Weg geht...

Ich selbst wollte eigentlich auch (noch) keine Kinder haben, mein Freund
auch nicht. Bis ich dann ungewollt schwanger wurde. Für mich war es
keine Frage, dass ich das Kind bekommen würde und wir dann erstmal
versuchen würden, Familie zu sein. Mittlerweile habe ich 2 Söhne, wobei
der zweite sogar geplant war. Ich hätte mir vorher nie vorstellen
können, wie arbeitsintensiv Kinder sind. Ich hätte es mir aber auch
nicht vorstellen können, wieviel Liebe man für diese kleinen Wesen
empfinden kann und wieviel sie einem zurückgeben können.

Klar, man muß sich in vielen Dingen einschränken. Bei uns ist erstmal
ein komplettes Gehalt weggefallen, dadurch dass ich in Elternzeit bin.
Wir haben keine Großeltern, die uns unterstützen und Urlaube sind
erstmal auch nicht drin. Die Zeit als Paar ist auch viel knapper
bemessen, es bleibt wenig Ruhe für Zweisamkeit.
Mit Kindern leben ist nicht immer nur lustig, man wischt Erbrochenes von
Fußböden, schläft erstmal wenig bis fast garnicht, leert
Durchfall-Töpfchen, sorgt sich fürchterlich um kranke Kinder usw... Aber
ich hab unsere Entscheidung noch kein einziges Mal bereut, denn die
unheimlich schönen Momente überwiegen einfach.

Rational zu entscheiden ist IMHO bei diesem Thema fast nicht möglich, es
sei denn die finanzielle und familiäre Situation ist so schlecht, dass
man das Aufziehen eines Kindes vor sich selbst nicht verantworten kann.
Ansonsten ist es eine Sache des Gefühls. Und was Ihr draus macht, hängt
ganz allein von Euch ab. Ich an Deiner Stelle würde das mit den Büchern
vergessen, und versuchen einen gemeinsamen Konsens mit Deiner LG zu finden.

Grüße
Mervi

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: "Andreas Brunner"
2005-05-03 13:41:10

"Michael Sattler" schrieb :
> Interessant erscheinen mir dabei u.a. die Aspekte:
> - Kinder vs. eigene Freiheit/Autonomie/Selbstverwirklichung

Klar negativer Zusammenhang.
Aber es gibt trotzdem genug Freiräume um sich selbst zu verwirklichen.
Ich war z.B. schon am Kilimandscharo seit ich Kinder habe und habe ein
Unternehmen und gehe ins Fitness-Center usw.
Man muss es sich halt organisieren und manche Sachen muss man definitiv
aufschieben, bis die Kunder aus dem Haus sind.

> - der Einfluss von Kindern/Kinderlosigkeit auf die Paarbeziehung

Wenn einer ein Kind will und der andere nicht, wird es entweder zur Trennung
kommen oder einer wird immer das Gefühl haben etwas wichtiges versäumt zu
haben. Also ein großes Problem für die Beziehung.

Andererseits sind natürlich Kinder auch belastend für die Beziehung...

Nach 10 Jahren ist in fast allen Beziehungen die Routine drinnen, mit oder
ohne Kinder...

> - Kinder und Familie als "Glücksquelle"

Absolut! Für mich wiegt das alle anderen Nachteile mehrmals auf. Es ist
natürlich oft anstrengend aber irgendwie geben Kinder dem Leben einen ganz
besonderen "Sinn" und Kinder können unglaublich viel Spaß und Leben in eine
Beziehung bringen. Niemand kann so lachen wie ein Kind.

> - nicht vorhandener Kinderwunsch und Herkunftsfamilie

keine Ahnung, nehme an dass Einzelkinder eher weniger Kinderwunsch haben,
aber mit der Sozialisation ist das so eine Sache...

> - wie Kinder den Alltag verändern

Stell dir die massivste Veränderung vor, die dir nur einfallen kann.
Dann verdopple deine Vorstellung ;-)


Wenn du Menschen im Allgemeinen und Kinder im Speziellen magst, dann kann
ich dir nur empfehlen dich zu vermehren.
Wenn du eigentlich eher ein Misanthrop bist oder leicht reizbar oder
Alkoholiker oder sonst irgendwie selbst noch unreif oder schwierig: dann
lass es lieber, es gibt genug Kinder die eine schwierige Kindheit haben.

Ich selbst habe 3 Kinder (4 Jahre, 2 Jahre, 0 Jahre) und habe es bisher
keine Sekunde bereut.

lg
Andreas

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: werner stangl
2005-05-03 13:50:32

Michael Sattler wrote:

> Interessant erscheinen mir dabei u.a. die Aspekte:
> - Kinder vs. eigene Freiheit/Autonomie/Selbstverwirklichung
> - der Einfluss von Kindern/Kinderlosigkeit auf die Paarbeziehung
> - Kinder und Familie als "Glücksquelle"
> - nicht vorhandener Kinderwunsch und Herkunftsfamilie
> - wie Kinder den Alltag verändern

persoenliche erfahrungen helfen da wohl nicht weiter, eher schon
<http://www.familienhandbuch.de/>;
da wohl besonders
<http://www.familienhandbuch.de/cmain/f Aktuelles/a Elternschaft.html>

8-}) ws

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: Erich Brandis
2005-05-03 14:15:34

Hallo,
Michael Sattler meinte am 03.05.2005 in
:

> Ich war mir eigentlich immer sicher, nie Kinder haben zu wollen.

Sicher im Leben ist bekanntlich nur der To... ;)

> Nun bin ich seit 2 Jahren (sehr glücklich) mit einer Frau zusammen,
> die diesbezüglich lange Zeit auch skeptisch war (wenngleich nicht so
> sehr wie ich), nun aber in der letzten Zeit einen zunehmenden Wunsch
> nach Kindern und Familie verspürt. Was mich natürlich sehr
> nachdenklich macht...

Schön wenn du darüber nachdenkst. Wie alt bist du?

> Daher meine Frage: kennt jemand empfehlenswerte Bücher, die uns,
> insbesondere mir bei der Entscheidung helfen bzw. als
> Diskussionsgrundlage dienen könnten?

Und du glaubst dir das alles *erlesen* zu können, speziell wie sich dein
Leben verändert mit Kind/er?
Glaubst du an den Weihnachtsmann? ;)

OK, einen Buchtip hab ich doch für dich:
Es nennt sich: "Buch des Lebens."
Da schreibst du momentan gerade selber dran.
Blättere da doch unter Kapitel 3-15 nach; Überschrift: Erinnerungen an die
Eigene Kindheit.
(Kapitel 0-3 sollte eigentlich ziemlich unbeschriftet sein, jedenfalls ist
es so in meinen Erinnerungen ;-)
Da solltest du eigentlich alles finden was du brauchst.
Evtl. noch unter Kapitel 25-40; Freunde und Bekannte mit ihren Kindern.

>Gute Ratschläge oder persönliche Erfahrungen sind natürlich auch
>willkommen! ;-)

Ich kann dir eine Kopie "meines Buches des Leben" zukommen lassen, wenn du
willst. Würde dir aber glaube ich nicht viel bringen da DU nicht ICH bist.
Und Erfahrungen und vor allem die Darstellung jener welcher, sind nicht auf
andere Übertragbar.

Vielleicht hilft dir aber auch das:

"Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen."
Anton Tschechow (17.01.1860 - 02.07.1904)
russ. Schriftsteller

Achtung Ironie ;)

PS:nimm das Leben locker und mach Kinder ;)

Fup´2 auf de.soc.familie.kinder gesetzt

--
"Und wenn du dann glaubst mich verstehen zu können,
muss ich mich wohl falsch ausgedrückt haben...."

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: Jens Arne Maennig
2005-05-03 14:22:50

xp & fup2 dsfk

Michael Sattler schrieb:

> Ich war mir eigentlich immer sicher, nie Kinder haben zu wollen.

Das war ich auch, bis ich 33 Jahre alt war.

> Nun bin ich seit 2 Jahren (sehr glücklich) mit einer Frau zusammen,
> die diesbezüglich lange Zeit auch skeptisch war (wenngleich nicht so
> sehr wie ich), nun aber in der letzten Zeit einen zunehmenden Wunsch
> nach Kindern und Familie verspürt.

Jaja. Sowas kommt vor.

> Was mich natürlich sehr nachdenklich macht...

Hehe. Wenn es ein einseitiger Wunsch ist, kanns natürlich zu
Beziehungsproblemen führen, wobei diese Konstellation vermutlich eine
der häufigsten Quellen von Problemen in Partnerschaften ist. Allerdings
eine, die sich kaum ein Mann zu thematisieren traut.

> Daher meine Frage: kennt jemand empfehlenswerte Bücher, die uns,
> insbesondere mir bei der Entscheidung helfen bzw. als
> Diskussionsgrundlage dienen könnten?

Bücher darüber sind genauso unsinnig wie Diskussionen. Schau dir in
deinem erweiterten Bekanntenkreis Leute an, die Kinder haben, und frag
sie, was sich für sie verändert hat, was sie vermissen. Und frag Leute
im gleichen Alter ohne Kinder, was ihnen fehlt. Und entscheide dann für
dich selbst.

> Interessant erscheinen mir dabei u.a. die Aspekte:
> - Kinder vs. eigene Freiheit/Autonomie/Selbstverwirklichung

Das ist keine gültige Problematik. Wenn du dich als selbstdenkender,
erwachsener Mensch für Kinder entscheidest, hast du doch, was du in
Freiheit, Autonomie und Selbstverwirklichung wolltest. Das sich dieser
Wille idealerweise über mehrere Jahrzehnte hinziehen sollte, muss einem
natürlich schon bewusst sein.

Viel mehr Leid und Probleme sehe ich da im umgekehrten Fall, nämlich bei
Leuten, die nichts lieber als Kinder haben wollen, aber aus den
verschiedensten Gründen keine haben können. Treib dich mal in den
Wartezimmern einschlägiger Kliniken rum: Da hast du ein Frustpotential,
das du sonst fast nirgends auf der Welt findest.

> - der Einfluss von Kindern/Kinderlosigkeit auf die Paarbeziehung

Massivst. Von deiner Beziehung werden zumindest zeitweilig nur noch
Bruchstücke übrig bleiben. Man kanns auch so herzhaft sagen, wie meine
Mutter das mal formuliert hat: Kinder können die beste Beziehung
kaputtmachen. Wenn eine sehr gute gemeinsame Ebene da ist, bestehen
Chancen, dass zumindest eine Art von Paarbeziehung nach einer bestimmten
Zeit wieder aufkommt oder besser: Erarbeitet wird.

> - Kinder und Familie als "Glücksquelle"

Ja mei. Für den einen sinds die lieben kleinen, für den anderen das
Motorrad, die Kunst oder das Surfen. Oder alles zusammen. Für mich
werden meine Kinder umso mehr Quell der Freude, je älter und
kommunikativer und sie werden und je breiter ihre Teilnahmefähigkeit am
richtigen Leben ist. Frauen empfinden das beispielsweise oft eher
umgekehrt.

> - nicht vorhandener Kinderwunsch und Herkunftsfamilie

Nichtrepräsentative Erhebungen in meinem Umfeld legen da keine
Zusammenhänge nahe.

> - wie Kinder den Alltag verändern

Tun sie. Tun sie um so mehr für den Partner, der sie austrägt und für
den Partner, der sich schwerpunktmäßig um sie kümmert. Allein diese
Veränderung in den Schwerpunkten zweier zuvor berufstätiger Partner
führt auch zu heftigen Veränderungen in der Beziehung.

Für ideal halte ich Konstellationen, in denen man Familien- und
Erwerbstätigkeit auf beide Partner einigermaßen gleichmäßig verteilen
kann. Durch den ähnlichen Erfahrungshorizont macht das sicherlich im
Zusammenleben vieles einfacher, als wenn ein Partner von heute auf
morgen aus dem Berufsleben aussteigt und sich (fast) exklusiv auf
Kind(er) und die faszinierende Welt des Haushalts konzentriert.

Ein aufgrund der Statistiken wichtiger zu klärender Punkt fehlt mir noch
auf deiner Liste:

- Lebenssituation/-gestaltung nach Trennung vom Partner mit und ohne
Kinder(n)

Jens

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: Sabine Dem
2005-05-03 14:47:15

Andreas Brunner wrote:

> Wenn du eigentlich eher ein Misanthrop bist oder leicht reizbar oder
> Alkoholiker oder sonst irgendwie selbst noch unreif oder schwierig:[...]
Hm, dann stimmt was mit mir nicht. ;-) Ich bin nichts von dem, was du
schreibst, wollte aber noch nie eigene Kinder haben. Dafür arbeite ich mit
Kindern und bin gerne mit den Kindern meiner Freunde zusammen. Man kann
also schon Kinder prinzipiell mögen und ihnen positiv gegenüberstehen, ohne
selbst welche haben zu wollen. Mein Mann war sich auch immer sicher, ohne
eigene Kinder leben zu wollen. Ich bin übrigens ein Einzelkind und mein
Mann hat einen Bruder. Ich glaube nicht, daß die eigene Herkunft
ausschlaggebend für einen Kinderwunsch ist.

>[...] dann lass es lieber, es gibt genug Kinder die eine schwierige
>Kindheit haben.

Dem stimme ich zu. Wenn man sich für Kinder entscheidet, dann wirklich voll
und ganz.

--
Servus, Sabine

Meine Katzen, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://fb-trurl.dyndns.org/~sabine/

Kinder ja/nein: Buch-Tipps?

Autor: "Sabine Wolf"
2005-05-03 14:52:06

Jens Arne Maennig schrieb

> > Interessant erscheinen mir dabei u.a. die Aspekte:
> > - Kinder vs. eigene Freiheit/Autonomie/Selbstverwirklichung
>
> Das ist keine gültige Problematik. Wenn du dich als selbstdenkender,
> erwachsener Mensch für Kinder entscheidest, hast du doch, was du in
> Freiheit, Autonomie und Selbstverwirklichung wolltest. Das sich dieser
> Wille idealerweise über mehrere Jahrzehnte hinziehen sollte, muss einem
> natürlich schon bewusst sein.
>
> Viel mehr Leid und Probleme sehe ich da im umgekehrten Fall, nämlich bei
> Leuten, die nichts lieber als Kinder haben wollen, aber aus den
> verschiedensten Gründen keine haben können. Treib dich mal in den
> Wartezimmern einschlägiger Kliniken rum: Da hast du ein Frustpotential,
> das du sonst fast nirgends auf der Welt findest.

Viele scheinen aber trotzdem fleissig Kinder in die Welt zu setzen,
obwohl sie es eigentlich besser nicht tun sollten. Da entsteht auch sehr
viel
Frust, sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern, kenne Fälle, wo
es soweit geht, daß die Kinder anfangen auszureissen, sich selbst zu
verletzten und erstmal die Hilfe stationären Einrichtungen brauchen, um
halbwegs mit dem eigenen Leben zurechtzukommen.

Sabine

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