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Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Jens Winter
2005-09-06 11:08:07

Hallo Gerhard,

> Ist es denn ein Problem, wenn man nicht schwimmen kann?

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken stirbt ist deutlich geringer,
wenn er/sie schwimmen kann. Das sollte ein guter Grund sein, Kindern so früh
wie möglich das Schwimmen beizubringen.

Ciao
Jens

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Tata
2005-09-06 11:35:29

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Frank Hucklenbroich
2005-09-06 11:35:29

Am Tue, 6 Sep 2005 11:08:07 +0200 schrieb Jens Winter:

> Hallo Gerhard,
>
>> Ist es denn ein Problem, wenn man nicht schwimmen kann?
>
> Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken stirbt ist deutlich geringer,
> wenn er/sie schwimmen kann.

Ist das (in unseren Breiten) tatsächlich so?

Wenn jemand sich vom Wasser fernhält, weil er nicht schwimmen kann, sind
die Chancen irgendwann zu ertrinken doch eigentlich sehr gering (wenn man
nicht gerade oft Boot fahren muß oder an einem steilen Ufer wohnt).

Umgekehrt ertrinken viele (die meisten?) Leute hierzulande gerade beim
schwimmen, weil sie sich überschätzen und von der Strömung weggerissen
werden.

In Ländern, in denen die Menschen überladene Fähren/Schiffe benutzen sieht
das freilich anders aus.

> Das sollte ein guter Grund sein, Kindern so früh
> wie möglich das Schwimmen beizubringen.

Gut ist es in jedem Fall auch für die Motorik/Bewegung.

Grüße,

Frank

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: "M. Díegmann"
2005-09-06 13:18:19

"Frank Hucklenbroich"

>> Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken
>> stirbt ist deutlich geringer,
>> wenn er/sie schwimmen kann.

> Ist das (in unseren Breiten) tatsächlich so?

Welche Breiten meinst du? Ich wohne in einem Land, durch das 7 der zwölf
grössten Flüsse Europas fliessen und das an zwei Meere grenzt.

Mal davon abgesehen, dass es zum Ertrinken gar keine Flüsse und Meere
braucht, sondern jeder Fehltritt am Rande eines Pools dafür ausreicht. Wie
oft bist du als Kind im Schwinnbad ins Wasser geschubst worden, ohne dass du
vorher gefragt wurdest, ob du auch schwimmen kannst?

Grüße
Markus

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Frank Hucklenbroich
2005-09-06 14:19:05

Am Tue, 6 Sep 2005 13:18:19 +0200 schrieb M. Díegmann:

> "Frank Hucklenbroich"
>
>>> Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken
>>> stirbt ist deutlich geringer,
>>> wenn er/sie schwimmen kann.
>
>> Ist das (in unseren Breiten) tatsächlich so?
>
> Welche Breiten meinst du? Ich wohne in einem Land, durch das 7 der zwölf
> grössten Flüsse Europas fliessen und das an zwei Meere grenzt.

ACK, aber ob Dir im Falle einer wüsten Überflutung einfaches "schwimmen
können" das Leben rettet? Du weißt, die lange ein Mensch im eiskalten
Wasser überleben kann? Und wenn Dich dann noch die Strömung
wegreißt...klar, wenn man an Katastrophen wie das Tsunami denkt, haben sich
sicherlich einige Menschen retten könne, weil sie gut schwimmen konnten.
Bei den Hochwassern hierzulande sehe ich die Notwendigkeit eher weniger (so
man nicht aus eigenem Willen bis zum Schluß ausharren will), da hatten die
Menschen in den allermeisten Fällen schon genug Zeit, sich auf sicheren
Grund zu retten.

> Mal davon abgesehen, dass es zum Ertrinken gar keine Flüsse und Meere
> braucht, sondern jeder Fehltritt am Rande eines Pools dafür ausreicht. Wie
> oft bist du als Kind im Schwinnbad ins Wasser geschubst worden, ohne dass du
> vorher gefragt wurdest, ob du auch schwimmen kannst?

ACK, aber wenn ich weiß, daß ich überhaupt nicht schwimmen kann, gehe ich
auch nicht ins Schwimmbad.

Daß es wichtig und gut ist, schwimmen zu können, mag ich ja gar nicht
bestreiten, nur finde ich das Argument "sonst ertrinkt man" da etwas weit
hergeholt. Sport und Spaß am Wasser sollten da eher im Vordergrund stehen.

Grüße,

Frank

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Volker Gringmuth
2005-09-06 15:13:18

Rüdiger Silberer wrote:

>>> Ist es denn ein Problem, wenn man nicht schwimmen kann?
>>
>> Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken stirbt ist
>> deutlich geringer, wenn er/sie schwimmen kann. Das sollte ein
>> guter Grund sein, Kindern so früh wie möglich das Schwimmen
>> beizubringen.
>
> Ich schätze, daß deutlich mehr Schwimmer als Nichtschwimmer
> ertrinken.

Und ich schätze, daß deutlich mehr Elektriker als Almbauern
Stromunfälle erleiden.


vG, scnr

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: "Hendrik Schober"
2005-09-06 23:01:04

Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Tue, 6 Sep 2005 11:08:07 +0200 schrieb Jens Winter:
>
> > Hallo Gerhard,
> >
> > > Ist es denn ein Problem, wenn man nicht schwimmen kann?
> >
> > Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken stirbt ist deutlich geringer,
> > wenn er/sie schwimmen kann.
>
> Ist das (in unseren Breiten) tatsächlich so?

Für Kinder trifft das m.E. durchaus zu. Soviel
ich weiß, ertrinken einige in Nachbars Pool.

> [...]
> Frank


Schobi

--
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Im Schobi at suespammers dot org

"Coming back to where you started is not the same as never leaving"
Terry Pratchett

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Peter Bruells
2005-09-07 06:54:57

Volker Gringmuth writes:

> Rüdiger Silberer wrote:
>
> >>> Ist es denn ein Problem, wenn man nicht schwimmen kann?
> >>
> >> Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch ertrinken stirbt ist
> >> deutlich geringer, wenn er/sie schwimmen kann. Das sollte ein
> >> guter Grund sein, Kindern so früh wie möglich das Schwimmen
> >> beizubringen.
> >
> > Ich schätze, daß deutlich mehr Schwimmer als Nichtschwimmer
> > ertrinken.
>
> Und ich schätze, daß deutlich mehr Elektriker als Almbauern
> Stromunfälle erleiden.

Dennoch ist Rüdigers Argument nicht völlig von der Hand zu weisen.

Re: Schwimmen lernen ohne Angst und Zwang?

Autor: Frank Hucklenbroich
2005-09-07 08:45:19

Am Tue, 6 Sep 2005 15:13:18 +0000 (UTC) schrieb Volker Gringmuth:

> Und ich schätze, daß deutlich mehr Elektriker als Almbauern
> Stromunfälle erleiden.

...und mehr Bergsteiger tödlich vom Berg abstürzen als Flachlandbewohner,
stimmt schon.

Aber schau Dir mal typische Badeunfälle an - das sind in seltensten Fällen
Leute die überhaupt nicht schwimmen können, dafür aber sehr oft Leute, die
sich überschätzen oder sonstige Dummheiten begehen - betrunken in den
See/Fluß springen (kommt hier in Köln schon mal vor, daß sich da einer in
den Rhein stürzt), zu weit raus schwimmen, versuchen, einen reissenden Fluß
zu durchqueren (gibt es bei uns auch immer wieder, daß Leute mal so eben
den Rhein überqueren wollen, manchmal geht das gut, nur blöd wennn gerade
ein großes Schiff dazwischen kommt), mit Surfboard/Böötchen/Jetski u.s.w.
zu weit aufs offene Meer schwimmen, etc.

Daß Kinder auch in Nachbars Pool ertrinken können ist klar, aber jetzt mal
ehrlich, wie viele von Euch habe offen zugängliche Pools in der
Nachbarschaft im Garten, wo ein unbedarftes, unbeaufsichtigtes Kind so
einfach reinstolpern kann? Die Wahrscheinlichkeit, daß das Kind auf dem Weg
zum Pool vom Auto überfahren wird dürfte um das hunderfache höher sein :-(

Insofern denke ich, daß der Punkt "schwimmen können rettet vor ertrinken"
hierzulande doch etwas überschätzt wird. Bei jemandem, der täglich mit dem
Boot fahren muß, weil er meinetwegen auf einem Inselchen lebt sieht das
natürlich anders aus.

Grüße,

Frank

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