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Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: v.negativ@gmx.de (Sebastian Kurt)
2003-08-29 06:24:09

x-no-archive: yes

Hallo NG,

seid 4 Monaten lebe ich (26) nun mit meiner Freundin (28) und meinem
Sohn (6 Wochen) mehr oder weniger zusammen, mehr oder weniger, weil
ich an meinem Arbeitsort auch noch eine Wohnung habe. Ich habe den
Kurzen inzwischen richtig lieb gewonnen, mit meiner Freundin verstehe
ich mich auch recht gut.
Dann habe ich ins Blaue hinein (ein erster, leichter Verdacht bestand
bereits vorher, da wir zum Zeitpunkt der Zeugung nicht fest zusammen
waren) ohne Kenntnis der Kindsmutter (das erste Mal das ich diesen
Begriff gebrauche) einen Vaterschaftstest machen lassen.
Das Ergebnis wurde mir heute mitgeteilt - und es ist negativ. Es ist
natürlich ein Riesenschock, der Magen rebelliert, ich fühle mich
beschi**en und verarscht und weiss im Moment nicht so recht was ich
tun soll. Ich werde wohl erstmal zu meinen Eltern fahren und mal sehen
was die dazu zu sagen habe.
Hat vielleicht schon mal jemand so etwas durchgemacht? Oder hat
der/die ein oder andere generell irgendwelche Tips?

Viele Grüße

Sebastian

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: Tata
2003-08-29 15:32:47

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: "Sabine Lohn"
2003-08-29 15:32:47

"Sebastian Kurt" schrieb im Newsbeitrag
news:1b758c25.0308290524.649b6eb8@posting.google.com...
> Hat vielleicht schon mal jemand so etwas durchgemacht? Oder hat
> der/die ein oder andere generell irgendwelche Tips?


Mal gaaanz ehrlich, ist das sooo schlimm?
Denk mal drüber nach...

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: Aik Hochlaender
2003-08-29 15:35:00

Sebastian Kurt schrieb:

> Hat vielleicht schon mal jemand so etwas durchgemacht? Oder hat
> der/die ein oder andere generell irgendwelche Tips?

ich habe soetwas noch nicht durchgemacht aber:
Hat Deine Freundin Dir denn gesagt das das Kind von Dir sein soll? Oder
hast Du das nur stillschweigend angenommen? Du schreibst selbst das Ihr
zu diesem Zeitpunkt nicht fest zusammen gewesen seit. Also kann man da
eigentlich niemandem etwas vorwerfen, oder?


ciao

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: "Andre Storch"
2003-08-29 15:40:36

x-no-archive: yes

>Sebastian Kurt schrieb
> seid 4 Monaten lebe ich (26) nun mit meiner Freundin (28) und meinem
> Sohn (6 Wochen) mehr oder weniger zusammen, mehr oder weniger, weil
> ich an meinem Arbeitsort auch noch eine Wohnung habe. Ich habe den
> Kurzen inzwischen richtig lieb gewonnen, mit meiner Freundin verstehe
> ich mich auch recht gut.
> Dann habe ich ins Blaue hinein (ein erster, leichter Verdacht bestand
> bereits vorher, da wir zum Zeitpunkt der Zeugung nicht fest zusammen
> waren) ohne Kenntnis der Kindsmutter (das erste Mal das ich diesen
> Begriff gebrauche) einen Vaterschaftstest machen lassen.


Im Prinzip betrachte ich eure Beziehung als
klar beendet.

Du hattest vorher kein Vertrauen in sie
und hast das durch den heimlichen Test
bestätigt.
Genau das wird jetzt praktisch
öffentlich.

Sowas schafft man nie wieder aus
der Welt und führt mit ziemlicher
Sicherheit immer wieder zu irgendwelchen
direkten oder indirekten Sticheleien.

Beende die Sache - binde dich nicht an jemanden,
dem du nicht vertraust. Das klappt nicht.

(Mit Vertrauen meine ich nicht , dass du darauf
vertrauen kannst, dass du der Vater bist oder dass
du nun wirklich ihr einziger bist und warst, sondern
dass du das Thema mit ihr anscheinend gar nicht
erst besprochen hast.)


Grüße
André

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: "Ruta"
2003-08-29 16:04:58

"Sebastian Kurt" schrieb im Newsbeitrag
news:1b758c25.0308290524.649b6eb8@posting.google.com...

Hallo Sebastian,

> Dann habe ich ins Blaue hinein (ein erster, leichter Verdacht bestand
> bereits vorher, da wir zum Zeitpunkt der Zeugung nicht fest zusammen
> waren) ohne Kenntnis der Kindsmutter (das erste Mal das ich diesen
> Begriff gebrauche) einen Vaterschaftstest machen lassen.
> Das Ergebnis wurde mir heute mitgeteilt - und es ist negativ. Es ist
> natürlich ein Riesenschock, der Magen rebelliert, ich fühle mich
> beschi**en und verarscht und weiss im Moment nicht so recht was ich
> tun soll. Ich werde wohl erstmal zu meinen Eltern fahren und mal sehen
> was die dazu zu sagen habe.

Auch wenn ich deinen Gemütszustand irgendwie nachvollziehen kann, sehe ich
aber das ganze so, dass du dich selber da reingeritten hast. Wenn du den
Test ohne die Zustimmung der Mutter hast machen lassen, brauchst du gar
nicht verarscht zu fühlen, weil du ja selber deine Freundin (?) hintergangen
hast. Bist du sicher, dass sie selber weiß, das es nicht dein Kind ist? (Man
kann ja verschiedener Meinung über die sexuelle Freizügigkeit sein, aber das
steht hier nicht zur Debatte) Oder du weiß/vermutest mehr, als du hier
schreibst; nichtdestomehr ist solche heimliche Vorgehensweise ganz bestimmt
nicht vertrauensaufbauend und - da bin ich aber nicht sicher - evt. sogar
strafbar (von wegen Unantastbarkeit von eigener Person, in dem Falle des
Kindes).

Wie hast du dir die Zukunft mit dieser Frau vorgestellt und was hat sich
jetzt geändert? Was erwartest du eigentlich von deinen Eltern? Wäre es nicht
angebrachter, für sich selbst in Ruhe über die Zukunft nachzudenken, und
dann die Konsequenzen zu tragen, die von endgültigem Abschied von der Frau
(lagfristig sehe ich, ehrlich gesagt, kaum Chancen für euch, wenn schon
jetzt so wichtige Sachen geheim voneinander gemacht werden) bis zum
Vergessen, dass so ein Test überhaupt gemacht worden ist (das würde
bedeuten, dass deine Eltern gar nicht erfahren würden, dass das Kind kein
"richtiges" Enkelkind ist).

Das du für solche Überlegungen einige Zeit brauchst, um klaren Kopf zu
bekommen, ist klar. Du bist ja auch in der glücklichen Lage, eine getrennte
Wohnung zu besitzen, wo du dich zurückziehen kannst. Mit 26 aber zu den
Eltern fahren und "Mutti, die hat mich gehauen" weinen finde ich aber nicht
angebracht. Ihren Rat einzuholen, wenn du dich etwas abgekühlt hast und
wenigsten einigermaßen vernünftige Haltung zur ganzen Geschichte hat, ist
natürlich was anderes.

Also meine Meinung in Kürze: Sehr unangenehme Geschichte, aber zu mindestens
50% bist selber schuld.

Gruß
Ruta

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: "Sabine Lohn"
2003-08-29 16:14:54

"Ruta" schrieb im Newsbeitrag
news:binmgd$bfg86$1@ID-19150.news.uni-berlin.de...

> Bist du sicher, dass sie selber weiß, das es nicht dein Kind ist?


Das ist die einzige Frage, die ich gelten lassen würde. Wenn sie es nicht
weiß, könnte man ihr kaum einen Vorwurf machen.

Vaterschaftstest Negativ - Was jetzt?

Autor: Gerd Brauns
2003-09-01 10:57:51

"Sabine Lohn" schrieb:

> "Ruta" schrieb im Newsbeitrag

> > Bist du sicher, dass sie selber weiß, das es nicht dein Kind ist?

> Das ist die einzige Frage, die ich gelten lassen würde. Wenn sie es nicht
> weiß, könnte man ihr kaum einen Vorwurf machen.

Aus einer Vaterschaft ergeben sich neben vielen anderen
Verantwortungen auch finanzielle. Wenn die Mutter aufgeklärt wurde und
davon gehe ich bei 28 Jahren aus, dann hätte sie und nicht der OP um
die Problematik wissen müssen und zumindest das Gespräch suchen
sollen. So ehrlich sollte frau schon sein. Daraus muss man ihr keinen
Vorwurf machen, aber man kann IMHO schon.

Gruß, Gerd
--
Eine Gesellschaft kann nicht besser sein, als die Fähigkeit der
Menschen in ihr, einander wahrzunehmen und ernstzunehmen."
(Carl Friedrich von Weizsäcker)