Fütterungswirren
Hallo zusammen,
unsere Tochter Miriam ist mittlerweile sechs Wochen und vier Tage alt
und legt seit einigen Tagen beim Füttern (sie bekommt eine
HA-"Pulveranrührmilchnahrung", da meine Frau nicht stillen darf)
ein
Verhalten an den Tag, das uns Rätsel aufgibt: Die ersten ca. 60ml geht
alles gut, sie saugt und saugt, als hätte sie noch nie etwas bekommen.
Aber dann wird es kompliziert. Der Nachschub von oben scheint äusserst
anregend auf die Entsorgungsvorgänge zu wirken. Sie fängt an zu
drücken
und zu strampeln - diverse Blähungen und sonstige Abfallprodukte suchen
sich geräuschvoll ihren Ausgang und das macht ihr überhaupt keinen
Spass. Sie hat weiter Hunger, trinkt ein paar Züge, fängt aber dann
wie
von Sinnen an zu schreien. Beruhigt sich wieder, trinkt wieder und so
weiter. Es hat fasst den Anschein, als ob es ihr Schmerzen bereiten
würde, wenn wieder etwas im Magen ankommt...? Kennt jemand so ein
Verhalten von seinen Kindern? Sind es nur Blähungen? Wir geben ihr schon
"Espumisan"-Tropfen in jede Flasche, das soll rein physikalisch gegen
Schaum wirken. Ausserdem wurde vor zwei Wochen schon mal ein Ultraschall
ihres Bauches/Magenbereiches gemacht, der unauffällig war.
Nach so einer Mahlzeit ist sie dann auch ziemlich schwer wieder zu
beruhigen. Meistens funktioniert es nur, wenn wir sie auf den Bauch
legen bzw. herumtragen. (Ein Glück, dass wir uns so einen
"Tragesack"
gekauft haben - der wirkt Wunder :-)
Ein rätselnder Vater.
Thomas
Fütterungswirren
Fütterungswirren
Hallo Andre,
> Das kursiert allgemein unter dem Begriff
> 3-Monats-Koliken.
>
> Das gehört heutzutage leider zum
> Standardrepertoire eines Säulings.
Ok, da bin ich ja "beruhigt" :-)
> Bauchlage hat uns unser Kinderarzt
> auch empfohlen: Das erzeugt einen
> Gegendruck, wordurch kein Schmerz entsteht.
Ja, das mit der Bauchlage ist so eine Sache. Miriam liegt wie es scheint
weiter zunehmend gerne auf dem Bauch. Hilft eigentlich immer. Und wenn
nicht, dann der Tragesack. Mit dem Einschlafen auf dem Rücken wird es
immer schwieriger. Wir würden sie ja im Prinzip auch gerne so viel auf
dem Bauch liegen lassen, wie sie möchte. Wenn da nicht die Problematik
"Plötzlicher Kindstod" wäre, wo von der Bauchlage ja
dringend abgeraten
wird. Und mit einem Auge ständig auf ihr zu hängen, während sie
auf dem
Bauch liegt, ist ja auch nicht gerade praktikabel. Wir versuchen es zur
Zeit mit "auf dem Bauch einschlafen lassen und dann auf den Rücken
drehen". Die Kleine merkt das aber leider oft ziemlich schnell :-)
Und wenn wir sie jetzt immer auf dem Bauch einschlafen lassen: Gewöhnt
sie sich daran, und irgendwann gehts dann gar nicht mehr auf dem Rücken?
Wie ist denn das mit dem "Verwöhnen"? Ich habe mal gelesen, bis
ca.
sechs Monate kann man ein Kind nicht verwöhnen. Wir glauben mal dran,
und lesen Miriam alle Wünsche von den Stimmbändern ab. Rapido! :-)
> Da solltest du einen riesigen Berg
> an Empfehlungen finden, die du
> alle austesten darfst :-)
Vielen Dank für den Hinweis!
> In so 3 Monaten ist das *normalerweise*
> wie von Geisterhand wieder weg.
Na, da bin ich mal gespannt.
> Nicht das mit dem Vater :-)
> Das fängt etwa in dieser Zeit
> erst richtig an, wenn du sie auf
> dem Arm hast und sie das erste mal,
> wenn du sprichst den Kopf zu dir
> rumreißt, dir direkt in die Augen
> schaut und richtig lacht :-)
Das hast du wirklich schön geschrieben und auf das erste echte
Lächeln
warten wir schon ganz gespannt! :-) Aber auch so schon gibt es mit ihr
jeden Tag irgendwas neues. Echt zu schade, dass mein Urlaub morgen zu
Ende geht. (Ich hatte mir die letzten fünf Wochen frei nehmen
können.)
Wahrscheinlich fange ich nächste Woche im Büro an, meine Tastatur zu
schaukeln und den Monitor zu streicheln ... :-/
> Na denn, gutes Gelingen.
> Und nicht die Nerven verlieren...
Vielen Dank und wir halten die Ohren steif :-)
Thomas
Fütterungswirren
Hallo Michael,
> was Du beschreibst kenne ich von unserem Kleinen (8 Wo.) genau so...
trinken
> und in die Windel drücken gleichzeitig und das entsprechende
Gequengel. Nach
"Schön", dass es anderen auch so geht! Das beruhigt doch
irgendwie :-)
(Gibt es denn vielleicht so etwas wie eine "Eltern-FAQ"? :-)
> Grüße von Papa zu Papa
Lieben Gruß zurück
Thomas
Fütterungswirren
Hallo Christian,
> In welchem Rhythmus füttert Ihr die Kleine?
es sind immer um die vier Stunden. Diesen Rhythmus hat sie aus der
Klinik mitgebracht, wo sie 10 Tage zur Beobachtung auf der Kinderstation
untergebracht war, und seitdem ganz gut durchgehalten.
Nachts wären uns allerdings sechs Stunden lieber :-) Ab wann schläft
so
ein kleines Wesen denn mal durch? (Naja, die Frage ist nicht ganz ernst
gemeint - ich weiss, darauf gibt es fast soviele Antworten wie Kinder :-)
> zwei Mahlzeiten möglichst mehr als 2 Stunden liegen sollten, da
> ansonsten die schon im Magen vorhandene Milch noch nicht fertig verdaut
Ja, das ist uns bekannt.
Trotzdem Danke für den Hinweis und viele Grüße
Thomas
Fütterungswirren
Hi Thomas,
"Thomas Schwarz" schrieb im Newsbeitrag
news:3eff5289$0$21973$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net...
[...]
> Und wenn wir sie jetzt immer auf dem Bauch einschlafen lassen:
Gewöhnt
> sie sich daran, und irgendwann gehts dann gar nicht mehr auf dem
Rücken?
Glaube ich nicht. Mein Kleiner ist die ersten paar Monate immer mit seinem
Bauch auf meinem Bauch liegend (und ich auf dem Sofa liegend;-)
eingeschlafen und hat dann trotzdem gut auf dem Rücken im Bett weiter
geschlafen.
> Wie ist denn das mit dem "Verwöhnen"? Ich habe mal gelesen,
bis ca.
> sechs Monate kann man ein Kind nicht verwöhnen. Wir glauben mal dran,
> und lesen Miriam alle Wünsche von den Stimmbändern ab. Rapido!
:-)
Das kannst du beruhigt um weitere 6 Monate verlängern. :-)
> > In so 3 Monaten ist das *normalerweise*
> > wie von Geisterhand wieder weg.
>
> Na, da bin ich mal gespannt.
Bei uns hat es vier Monate gedauert, die Zeitspanne kann also durchaus
schwanken.
Alles Gute mit eurer kleinen Maus :-)
wünscht
Anja
Fütterungswirren
"Andre Storch" schrieb
...
Standardrepertoire eines Säulings.
>
> Bauchlage hat uns unser Kinderarzt
> auch empfohlen: Das erzeugt einen
> Gegendruck, wordurch kein Schmerz entsteht.
>
>
> Die Lösungen sind aber so unterschiedlich,
> wie die Kinder :-)
>
> Suche mal dieser Gruppe nach Koliken,
> schreien, Lefax, Espumisan,Kirschkernkissen,
> schaukeln,Blähungen.
Es gibt auch "Bauchwehtee", bei uns mit gutem Erfolg.
Schlafen in Bauchlage (häufig auch mit angezogenen Knien) war auch kein
Problem, obwohl ich trotzdem Nachts meist lange auf Atemgeräusche
gehorcht habe.
Wolf
Fütterungswirren
Hallo, Petra
"Petra Zervikal" schrieb im Newsbeitrag
news:bdnshs$uffi6$1@ID-50707.news.dfncis.de...
> BTW: Säuglinge brauchen keinen Kopfpolster!!
ACK. Eine extra Lage Stoffwindel als Spuckschutz ist ganz praktisch, aber
mehr
nicht.
dazu wär noch zu sagen: niemals die Kinderzimmertür
> schliessen - Babys schlafen leichter, wenn eine ständige, beruhigende
> Geräuschkulisse im Hintergrund ist - da merken sie auch so, dass sie
nicht
> allein sind ;-)
Ha, das muß man eben bei jedem Kind persönlich herausfinden, wie
ich bei
meinen
zweien lernen durfte :)))
Gruß
Ruta
Fütterungswirren
Thomas Schwarz schrieb:
> Nachts wären uns allerdings sechs Stunden lieber :-) Ab wann
schläft so
> ein kleines Wesen denn mal durch? (Naja, die Frage ist nicht ganz ernst
> gemeint - ich weiss, darauf gibt es fast soviele Antworten wie Kinder :-)
Bei uns auch nach einem Jahr noch nicht...
So long,
Thomas G. Liesner