Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Petra!
> was mich wundert: gibt es bei Euch in Dtld. denn keine Integrationsschu=
len?
Doch, gibt es... zumindest im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Seit 1992
(?) haben Eltern behinderter Kinder das gesetzlich verbriefte Recht, ihr =
behindertes Kind in der Grundschule integrativ beschulen zu lassen.
> Es gibt bei uns im Umkreis (in Wien) eigentlich fast nur noch Schulen =
mit
> Integrationsklassen
so gut haben wir es allerdings nicht (und werden es wohl auch nicht
haben)... Bei uns gibt es ueblicherweise pro Jahrgang eine integrative
Klasse mit je 5 behinderten Schuelern und ca 20 bis 23 nichtbehinderten
Schuelern je Stadt.
- es ist schon
Re: Schultyp für meine Tochter
Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Bärbel,
ich denke, dass das Wiederholen der 1. Klasse gar keine schlechte Idee ist.
Mir ist ein Fall bekannt, bei dem das ähnlich war. (Aus den 70ern)
Das Kind war für die Schule einfach noch nicht reif.
Das Kind wurde noch aus dem laufenden Schuljahr herausgenommen und kam in
eine sog. Vorschule bis zum nächsten Schuljahr.
Beim zweiten Anlauf ging dann alles wesentlich besser.
Aus dem angeblich lernbehinderten Kind wird in kurzer Zeit ein Dr. der
Informatik.
Einer seiner Freunde kam nicht in die Vorschule, sondern musste weiter zur
Schule und hatte teilweise erhebliche Probleme bis ans Ende der schulischen
Laufbahn.
Meiner Ansicht nach, ist eine gute Unterstützung von den Eltern und ein
Wiederholen der ersten Klasse eine gute Möglichkeit dem Kind zu helfen.
Bei meinen Kindern würde ich diese Möglichkeit einer speziellen
Schule
vorziehen, da sich das Kind dann "normal" fühlen kann und nicht
als
lernbehindert oder dumm.
Grüße
André
"Bärbel Leßke" schrieb im
Newsbeitrag
news:84a4722b.0306201214.522ae0c9@posting.google.com...
> Hallo Newsgroup!
> Meine Tochter geht in die 1. Klasse einer Regelgrundschule. Sie tut
> sich jetzt in der 1. Klasse schon recht schwer. Beim Lesen und Rechnen
> ist sie den Mitschülern unterlegen. Die Lehrerin hatte schon den
> Vorschlag, dass sie die 1. Klasse evtl. wiederholen sollte. Doch davon
> halte ich nicht so viel. Was gibt es denn für unterschiedliche
> Schultypen, vielleicht auch Förderschulen?
> Bärbel
Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Heinz und alle anderen,
"Heinz D. Trost" schrieb:
> ganz sicher. Denn unter "Reformen" wird allerorten mittlerweile
nur noch
> verstanden, möglichst viel Geld einzusparen.
das ist leider richtig :-(
Was mich am meisten ärgert: Unser Jüngerer (ist eben in der 4.Kl.VS)
hat mir
heute erzählt, dass sie in der Klasse Geschenke für die neuen
Erstklässler
basteln: eine Wollquastel, an die noch Augen drankommen etc - also ein
Männchen, das die Kinder gaanz fest drücken können, wenn sie
Angst haben,
ihnen was zu viel wird etc...
Im Laufe des Gespräches habe ich erfahren, dass die - sehr junge, aber
IMHO
wirklich kompetente - Lehrerin, die er jetzt hatte, im nächsten Jahr
für die
1. Klasse nur noch Begleitlehrerin sein wird - und da frag ich mich, warum
denn wohl - er geht in eine neue Schule, die nur eine 4.Klasse hatte - und
weil wir in einem sehr geburtenstarken Wr.Bezirk wohnen, kann ich mir nicht
vorstellen, dass es weniger als 3 od. 4 neue erste Klassen gibt - alle mit
Begleitlehrer (die sozusagen einen Nasenrammel verdienen...) - wo sollen
diese Junglehrer ihre weitere Motivation finden?
Leider finde ich, dass es auch bei uns viel zu wenige "Planstellen"
für
Lehrer gibt - dass deren Einsatz IMHO überhaupt nicht belohnt wird, finde
ich ebenso bedenklich :-(
> Und so haben wir hier bis hinauf in die Gymnasien Klaasen bit bis zu 32
> Schülern.
Auf dem Gymnasium, in das unser Älterer - und ab Herbst auch unser
Jüngerer - gehen, gibt es keine Klasse unter 28-32 Kindern - und die
Klassen
gehen bis e! Und da es ein Gym mit sehr guten Ruf ist, haben die nur die
Kinder mit nur Einsen im Zeugnis - die "Chance", dass davon in den
ersten
Jahren so viele wegfallen, besteht daher nicht...
Unser Grösserer hatte in der 2.Klasse einen Schüler, der von der
Mittelschule nur aufs Gym wechseln durfte, weil die Gesamtschülerzahl es
zuliess - und das war im 2.Semester der 2. Klasse!
>
> Heinz
> 3 Ki.
lg
Pez, die findet, dass es immer schwieriger wird, Kindern eine gute
Schulbildung zu ermöglichen...
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Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Birgitt,
"Birgitt Giessler"
schrieb:
> so gut haben wir es allerdings nicht (und werden es wohl auch nicht
> haben)... Bei uns gibt es ueblicherweise pro Jahrgang eine integrative
> Klasse mit je 5 behinderten Schuelern und ca 20 bis 23 nichtbehinderten
> Schuelern je Stadt.
naja - wer weiss, wie es bei uns weitergeht - s.mein Posting an Heinz :-(
> Jedes behinderte Kind soll nach dem seiner Behinderung entsprechenden
> Curriculum unterrichtet werden, was natuerlich bei einer
> "gemischtbehinderten" Gruppe nicht ganz einfach ist.
Nur - was bitte ist behindert ? Ein Kind, das sich beim Lernen ein bisschen
schwertut? Ein Kind, dem eben nicht alles so leicht fällt? Ein Kind, das
irgendeine Störung (Hyperaktivität o.ä.) hat, die sich ja uU
ganz von
alleine auch geben kann? Oder eben mit ein bisschen Augenmerk auf die
Besonderheiten und die besonderen Anforderungen so eines Kindes einfach
nicht das Problem sein kann?
> Hinzu kommt, dass bei uns alle behinderten Kinder vor der Einschulung
> auf den ihnen angemessenen "Foerderort" getestet werden und
leider
> zunehmend geistig behinderte Kinder "aussortiert" werden und
nicht in
> die integrativen Klassen aufgenommen werden. Nicht, weil sie nicht zu
> integrieren waeren, sondern weil bei den geringen Sonderlehrerstunden
> diese Kinder im Unterricht zu kurz kommen wuerden.
Ich find sowas so schlimm - ich denke, die Verantwortlichen denken nicht
weiter, als ihre Nasenspitze reicht: wenn ich einem Kind vom ersten Schultag
an den Stempel "du bist nicht gut genug" aufgdrückt bekommt -
welche
"wertvollen" Mitglieder der Gesellschaft können diese
Durch-den-Rost-Gefallenen denn noch werden? Haben sie eine gerechte Chance
auf eine gute Schul- und Ausbildung, oder ist lebenslange Arbeitslosigkeit
vorprogrammiert?
Ich finde es echt arg, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt - aber
vielleicht werden die sog."Übermenschen" noch mal draufkommen,
dass es nix
bringt, alle , die nicht dem "Ideal" entsprechen, sofort
auszusondern?
Irgendwie steht man dem allen eigentlich nur machtlos gegenüber... :-(
> Viele Gruesse,
> Birgitt
> 2 Kinder
> davon 1 behinderter Integrationsschueler und eine nichtbehinderte
> Integrationsschuelerin
lg
Pez
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Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Petra,
"Petra Zervikal" schrieb im Newsbeitrag
news:bd810o$qc9pf$1@ID-50707.news.dfncis.de...
> > Und so haben wir hier bis hinauf in die Gymnasien Klaasen bit bis zu
32
> > Schülern.
Gestern durfte ich in der Elternversammlung erfahren, dass der Berliner
Senat für die Realschulen die max. Größe bei 36 angesetzt hat
:(
> Auf dem Gymnasium, in das unser Älterer - und ab Herbst auch unser
> Jüngerer - gehen, gibt es keine Klasse unter 28-32 Kindern - und die
Klassen
> gehen bis e! Und da es ein Gym mit sehr guten Ruf ist, haben die nur die
> Kinder mit nur Einsen im Zeugnis - die "Chance", dass davon in
den
ersten
> Jahren so viele wegfallen, besteht daher nicht...
Wo habt ihr den die vielen Kinder mit lauter Einsen her? Bis e -also
6zügig - 30 mal 6 = 180?!
Mit nur Einsen? Wie groß ist denn der "Einzugsgebiet"?
Gruß
Ruta
Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo,
"Petra Zervikal" schrieb im Newsbeitrag
news:bd52eu$p9sav$1@ID-50707.news.dfncis.de...
> "Bernhard Muenzer" schrieb:
> > Allerdings handelt es sich nicht um eine öffentliche, sondern um
eine
> private
> > Montessorischule (vom Kinderzentrum München) - und das ist nicht
so ganz
> > billig.
>
> Unsere Kinder waren ein Jahr lang auf einer wirklich teueren, katholischen
> Privatschule. Es hat fast das ganze vergangene Schuljahr gedauert, bis die
> beiden die dabei entstandenen psychischen Schäden wieder repariert
waren...
> Wir hatten nur das Beste für unser Kinder gewollt - das haben wir
jetzt
mit
> dem Besuch guter öffentlicher Schulen erreicht...
Ich habe mit privater katholischen Schule für meine Tochter nur allerbeste
Erfahrungen gemacht.
Allerdings habe ich mitbekommen, dass es durchaus auch unter katholischen
Schulen sehr große Unterschiede gibt.
Anderseits könnte es auch Auswirkung haben, dass wir zwar etwas
bezahlen,
aber Land Berlin die annerkante Schulen der privater Träger durchaus
teilfinansiert, so dass es wirklich auch für den Durchschnittsverdiener
finansierbar ist. Das entschärft einiges.
Gruß
Ruta
Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Ruta,
"Ruta" schrieb:
> Gestern durfte ich in der Elternversammlung erfahren, dass der Berliner
> Senat für die Realschulen die max. Größe bei 36 angesetzt
hat :(
leider wird es offenbar überall nur schlimmer :-(
> Wo habt ihr den die vielen Kinder mit lauter Einsen her? Bis e -also
> 6zügig - 30 mal 6 = 180?!
> Mit nur Einsen? Wie groß ist denn der "Einzugsgebiet"?
Naja - der 11.Wr.Gemeindebezirk ist offenbar ein sehr kinderreicher
:-) -und dieses Gym ist IMHO eines der besten - die können es sich schon
aussuchen... Ich weiss es von der Sekretariatsangestellten, weil unser
Kleiner die Bestätigung, die ihm Gymnasialreife attestiert, noch nicht hat
(gibz bei uns normalerweise mit dem Zeugnis) - und lt. deren Aussage hatten
die "einige Kinder aus Niederösterreich" die schon...
Ich weiss von unserem Grösseren, dass er einige Schüler in der Klasse
hat,
die rel. weite Anfahrtswege haben... aber was ich so mitbekommen habe, ist
doch ein Hauptteil der neuen Klasse aus der Umgebung - hier gibz ja genug
Kinder ;-)
>
> Gruß
> Ruta
lg
Pez
--
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Re: Schultyp für meine Tochter
Hallo Ruta,
"Ruta" schrieb:
> Ich habe mit privater katholischen Schule für meine Tochter nur
allerbeste
> Erfahrungen gemacht.
> Allerdings habe ich mitbekommen, dass es durchaus auch unter katholischen
> Schulen sehr große Unterschiede gibt.
> Anderseits könnte es auch Auswirkung haben, dass wir zwar etwas
bezahlen,
> aber Land Berlin die annerkante Schulen der privater Träger durchaus
> teilfinansiert, so dass es wirklich auch für den
Durchschnittsverdiener
> finansierbar ist. Das entschärft einiges.
naja - wir haben die Kinder auf die wirklich teure kath. Privatschule
gegeben, weil mein Mann da schon selbst den KiGa und dann die VS besucht
hat - Gym gabs damals noch nicht...
Damals war alles noch unter Ordensleitung - heute untersteht es der
Erzdiözese - und die ist offenbar auf max. Gewinn aus - wenn ich denke,
was
wir damals (pro Kind ATS 5.000,-- Schulgeld/Monat) noch an Schulbüchern
(die
eigentlich ja vom Bund finanziert werden), Bastel- Kopier- und anderen
Beiträgen bezahlen mussten - und die Kinder haben so gut wie nichts
ausserhalb der Schule gemacht...
Unser Grösserer war das ganze Jahr über (jetzt in öff.Schule
ohne Schulgeld)
auf Exkursionen unterwegs, die letzten beiden Wochen klarerweis fast gar
nicht mehr in der Schule -aber keine stumpfen "Wandertage" (da gabs
in der
Privatschule auch nur einen halbtägigen), sondern unterrichtsbezogen (von
der Sagen-Rätsel-Ralley angefangen über Bio-Unterricht im Freien
sozusagen,
etc.) - alles Dinge, die zwar Spass machen, für die Kinder aber durchaus
anschaulichen Unterricht bedeuten...
Für den Kleineren haben wir noch extra bezahlen müssen für eine
E-Native-Speakerin - da gabs wöchentlich 1-2 Stunden - und gelernt hat er
nichts - alles in allem war es verlorene Zeit, in der bei den Kindern auch
noch psychisch viel Schaden angerichtet wurde - aber GsD ist das jetzt
vorbei :-)
> Gruß
> Ruta
lg
Pez
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