Kindergarten und "Trocken werden"
Hallo zusammen,
wir haben augenblicklich das Problem, dass unsere Kleine (3 Jahre) noch
nicht trocken ist und aus diesem Grund im Kindergarten (sie ist seit
etwa 3 Wochen dort) 2-3 Mal am Vormittag in die Windel macht.
Der Kindergarten (2 Erzieherinnen aus der Gruppe und die Leiterin)
beschweren sich jetzt, dass w
Kindergarten und "Trocken werden"
Kindergarten und "Trocken werden"
Christoph Becker wrote:
> wir haben augenblicklich das Problem, dass unsere Kleine (3 Jahre)
> noch nicht trocken ist und aus diesem Grund im Kindergarten (sie ist
> seit etwa 3 Wochen dort) 2-3 Mal am Vormittag in die Windel macht.
Finde ich normal. Klar, manche Kinder sind trocken früher wie bei 3
Jahren (einige sogar viel früher), aber eine wirkliche Ausname ist es
trotzdem nicht.
> Der Kindergarten (2 Erzieherinnen aus der Gruppe und die Leiterin)
> beschweren sich jetzt, dass würde nicht zu ihren Aufgaben
gehören, wir
> hätten die Kleine zu früh in den Kindergarten getan usw.
Meiner Meinung nach: Quatsch. Klar, ist bekvemer das nicht machen zu
müssen, dennoch hat es gar nichts mit Kindergartenreife zu tun. Gibt ja
auch Kinder die mit 1 Jahr in der Kindergarten gehe, die sind ja auch
nicht Trocken.
> Dies alles eskalierte etwas, nachdem ich an einem Morgen vergessen
> hatte, genügend Windeln einzupacken und demnach im wahrsten Sinne des
> Wortes etwas in die Hose ging.
Mir persönlich ist es unglaublich das eine Kindergarten nicht über
eine
gewisse "Backup" von windeln und ähnliches für Notfalle
verfugen. Das
würde ich erwarten. (naturlich aber trotzdem mich bemühen das mein
Sohn
alles was er braucht mit hat) Unfalle kann passieren, dafür sollte der
Kindergarten ausgestattet sein.
> Meine Frage nun, ob Ihr Erfahrungen habt, was der Kindergarten für
> Rechte hat? Kann er sich querstellen und sie aus dem Kindergarten
> "ausschließen"?
Über die Rechte weiß ich leider nichts.
> Meine ganz subjektive Meinung ist, dass die Erzieherinnen sich nur
> keine Arbeit mit dem Wickeln machen wollen und deshalb damit
> argumentieren, unser Mädel wäre noch nicht reif für den
Kindergarten.
Klingt warscheinlich. Du kannst ja z.b. ihre Kinderarzt fragen was
er/sie davon hällt. Wenn der Artzt meint es ist nichts unnormales
(halte ich für sicher) schafft es eventuell ein bisschen
Rückendeckung.
Grüße
Eivind Kjörstad
Kindergarten und "Trocken werden"
begin quoting, Christoph Becker schrieb:
> Der Kindergarten (2 Erzieherinnen aus der Gruppe und die Leiterin)
> beschweren sich jetzt, dass würde nicht zu ihren Aufgaben
gehören, wir
> hätten die Kleine zu früh in den Kindergarten getan usw.
Die übliche Forderung ist, daß die Kinder trocken sind, wenn sie in
den
Kindergarten kommen. Wie es bei Eurem Kindergarten ist, sollte im Vertrag
stehen.
Die Kindergärtnerinnen werden argumentieren, daß sie
überfordert wären,
bei allen Kindern die Windeln mehrmals zu wechseln (und lassen unter
den Tisch fallen, daß fast alle Kinder trocken sind).
> Die Einrichtung ist übrigends eine evangelische
Kindertagesstätte.
Du hoffst dort auf Verständnis und christliche Nächstenliebe? Ach
komm ...
> Bin gespannt auf Eure Erfahrungen und eventuell auch Tips!
Hast Du schon mal an eine Spende für die Kaffeekasse gedacht? Es kann
sich ja (hoffentlich) nur noch um wenige Wochen handeln.
--
bli
Kindergarten und "Trocken werden"
In article , nospam@melix.com.mx
says...
> begin quoting, Christoph Becker schrieb:
> > Der Kindergarten (2 Erzieherinnen aus der Gruppe und die Leiterin)
> > beschweren sich jetzt, dass w
Kindergarten und "Trocken werden"
Thomas Bliesener wrote:
> begin quoting, Christoph Becker schrieb:
>
>>Der Kindergarten (2 Erzieherinnen aus der Gruppe und die Leiterin)
>>beschweren sich jetzt, dass würde nicht zu ihren Aufgaben
gehören, wir
>>hätten die Kleine zu früh in den Kindergarten getan usw.
>
>
> Die übliche Forderung ist, daß die Kinder trocken sind, wenn
sie in den
> Kindergarten kommen. Wie es bei Eurem Kindergarten ist, sollte im Vertrag
> stehen.
>
Es gibt einen Rechtsanspruchfür 3 jährige das steht auch nicht dass
die sauber seinn müssen. In meine AUgen haben die Erzieherinnen
nichts in der Hand, das ganze wird sich auch weiter fortsetzen
wenn die Kinder immer jünger werden (bis 2 Jahre)
In meinen AUgen haben die nicht den Gang der Zeit erkannt
und ruhen sich auf alten Pfründen aus. Ich würde mal den
Eltenausschuss ansprechen, dass man den Erzieherinnnen mal
allgem. klar macht was deren Aufgabe ist und immer mehr sein wird.
MfG
Matthias
Kindergarten und "Trocken werden"
In article , ekj@vestdata.no says...
> > Meine ganz subjektive Meinung ist, dass die Erzieherinnen sich nur
> > keine Arbeit mit dem Wickeln machen wollen und deshalb damit
> > argumentieren, unser M
Kindergarten und "Trocken werden"
Christoph Becker wrote:
> Hallo zusammen,
>
> wir haben augenblicklich das Problem, dass unsere Kleine (3 Jahre) noch
> nicht trocken ist und aus diesem Grund im Kindergarten (sie ist seit
> etwa 3 Wochen dort) 2-3 Mal am Vormittag in die Windel macht.
>
> Der Kindergarten (2 Erzieherinnen aus der Gruppe und die Leiterin)
> beschweren sich jetzt, dass würde nicht zu ihren Aufgaben
gehören, wir
> hätten die Kleine zu früh in den Kindergarten getan usw.
Ich habe noch nie irgendwo gelesen, dass Kinder für den Besuch eines
Kindergartens einer irgendwie gearteten Reife bedürfen (anders als
für
den Besuch der Schule). Allenfalls ist denkbar, dass ein Kind besser in
einem integrativen Kindergarten aufgehoben ist, weil dort andere
Möglichkeiten der Förderung und Betreuung gegeben sind.
Andererseits weiß ich, dass jedes Kind ab Vollendung des 3. LJ bis zum
Schuleintritt Anspruch auf den Besuch eines Kindergartens hat (vgl. § 24
KJHG = SGB VIII).
Davon, dass ihr euer Kind zu früh in den KiGa getan habt kann also keine
Rede sein.
Allerdings hat der Kindergarten einen ganz klaren Auftrag, der zB im § 2
GTK NRW wie folgt formuliert ist:
/cit
§ 2
Auftrag des Kindergartens
(1) Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat
neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und
Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems. Die Förderung
der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und die
Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung;
der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des
Kindes in der Familie.
(2) Der Kindergarten hat seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im
ständigen Kontakt mit der Familie und anderen Erziehungsberechtigten
durchzuführen und insbesondere
1. die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen,
2. dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und
Eigenaktivität zu
verhelfen, seine Lernfreude anzuregen und zu stärken,
3. dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen,
4. die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung
seiner
individuellen Neigungen und Begabungen zu fördern,
5. dem Kind Grundwissen über seinen Körper zu vermitteln und seine
körperliche Entwicklung zu fördern,
6. die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des
Kindes zu unterstützen und ihm dabei durch ein breites Angebot von
Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt zu
vermitteln.
(3) Der Kindergarten hat dabei die Aufgabe, das Kind unterschiedliche
soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben zu
lassen und jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene
soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein
partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander,
insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll.
Die Integration behinderter Kinder soll besonders gefördert werden.
Behinderte und nichtbehinderte Kinder sollen positive
Wirkungsmöglichkeiten und Aufgaben innerhalb des Zusammenlebens erkennen
und altersgemäße demokratische Verhaltensweisen einüben
können. Auch
gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen soll Verständnis
entwickelt und Toleranz gefördert werden.
/cit/
>
Dieser Auftrag gilt auch für evangelische Kindergärten, sofern in NRW
gelegen :-).
Im Zweifelsfalle kannst du die Erzieherinnen mal darauf hinweisen.
> Dies alles eskalierte etwas, nachdem ich an einem Morgen vergessen
> hatte, genügend Windeln einzupacken und demnach im wahrsten Sinne des
> Wortes etwas in die Hose ging.
Das ist natürlich Scheiße :-).
Allerdings sollten im KiGa für solche Unfälle ein paar
Ersatzklamotten
zur Verfügung stehen. Zumindest in unserem Kindergarten gab es ein
kleines Klamottenlager für solche Dinge. Es sollten zwar alle Kinder
immer Bekleidung zum Wechseln im KiGa liegen haben, auch für den Fall,
dass sie sich zB beim Spielen im Freien oder sonst mit Wasser nass
machen, aber wenn man Pech hat muss das Kind machmal öfters als nur
einmal umgezogen werden oder die Wechselsachen liegen gerade mal wieder
zu Hause.
>
> Leider ist unsere Situation so, dass meine Frau (und ich auch) Arbeiten
> geht und aus diesem Grund darauf angewiesen ist, dass wir sie im
> Kindergarten haben.
Es gibt keinen Grund daran etwas zu ändern.
>
> Meine Frage nun, ob Ihr Erfahrungen habt, was der Kindergarten für
> Rechte hat? Kann er sich querstellen und sie aus dem Kindergarten
> "ausschließen"?
Nicht das ich wüßte. In irgendwelchen schwerwiegenden Fällen
(Kind
verhält sich renitent unsozial und verhaut dauernd seine
"Freunde")
gibt´s aber vermutlich schon irgendwelche Wege. Das ein Kind mit 3 J.
noch nicht trocken ist und die Erzieherinnen daher gelegentlich mal
wickeln müssen dürfte aber kein solcher Grund sein.
> Ist es die Regel, dass sich der Kindergarten weigern
> kann, unsere Kleine zu wickeln?
Unsere Tochter war bei Eintritt in den KiGa trocken. Ich habe aber auch
nie von anderen Eltern dort gehört, dass es da irgendwelche Probleme
gab. Entweder waren also alle anderen Kinder auch trocken, was ich kaum
glaube oder die Erzieherinnen haben diese Aufgabe ohne Weiteres
übernommen. Ich kann mich noch nicht mal erinnern, dass ich beim
Gespräch mit der KiGa-Leitung gefragt worden wäre, ob unsere Tochter
trocken sei.
> Was habt Ihr denn für Erfahrungen
> gemacht? Die Einrichtung ist übrigends eine evangelische
> Kindertagesstätte.
>
> Meine ganz subjektive Meinung ist, dass die Erzieherinnen sich nur keine
> Arbeit mit dem Wickeln machen wollen
Das vermute ich auch mal. Dabei sind auch teilweise Kinderpflegerinnen
in Kindergärten beschäftigt (so die 2. Kraft in der Gruppe unserer
Tochter). Die dürften eigentlich keine Probleme mit dem Wickeln von
Kindern haben.
> und deshalb damit argumentieren,
> unser Mädel wäre noch nicht reif für den Kindergarten. Aber
bis zu dem
> oben beschriebenen Mißgeschick war (auch auf unsere Nachfrager hin)
> alles in Ordnung, sie wäre ja so süß und aufgeschlossen
usw....
>
Toll :-(
> Bin gespannt auf Eure Erfahrungen und eventuell auch Tips!
>
> Liebe Grüße,
> ein etwas verzweifelter Christoph
Nur ruhig Blut bewahren und nicht Verzweifeln. Alles wird gut!
Ooooohmmm!
Liebe Grüße
Ebba
Kindergarten und "Trocken werden"
In article ,
ebba.lippert@gmx.de says...
>
> Allerdings hat der Kindergarten einen ganz klaren Auftrag, der zB im