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Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: gartmann@non.immunbio.mpg.de.sens (Christoph Gartmann)
2006-01-06 16:54:09

In article , Werner Baderschneider writes:
>nachdem es mit den Tipps in diesem Thread:
> richtig gut geklappt hat,
>(die Schnuller sind weg :-) ) hätte ich nun eine weitere Frage an die
>erfahreneren Eltern hier: Wie kriegt Ihr Euer Kind zum Mittagsschlaf?
>
>Tim (2,0 J) läßt sich zwar bei der Tagesmutter problemlos hinlegen bzw.
>sagt selbst "Schlafeeeen...", am Wochenende bzw. im Urlaub (d.h., bei
>uns) ist die einzige Chance, ihn zum Schlafen zu kriegen jedoch, dass
>ich mit ihm eine Autobahnfahrt unternehme.
>
>Das muss doch irgendwie anders gehen. Aber wie? Mit sich reden läßt er
>jedenfalls noch nicht...

Nun, das kenne ich. Wir hatten ein Bett ohne "Schlupfsprossen", da kamen die
Soehne einfach rein, auch wenn lautstark protestiert wurde. Ansonsten blieb die
Tuer angelehnt, aber es wurde leise in der Wohnung (oder langweilig). Es war
schlicht Ruhe angesagt. Nach fuenf Minuten war Sohnemann dann eingeschlafen.

Viele Gruesse
Christoph Gartmann

--
Max-Planck-Institut fuer Phone : +49-761-5108-464 Fax: -452
Immunbiologie
Postfach 1169 Internet: gartmann@immunbio dot mpg dot de
D-79011 Freiburg, Germany
http://www.immunbio.mpg.de/home/menue.html

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: Tata
2006-01-06 18:18:35

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: "Hendrik Schober"
2006-01-06 18:18:35

Werner Baderschneider wrote:
> Hendrik Schober schrieb:
> > Werner Baderschneider wrote:
>
> >>Das muss doch irgendwie anders gehen. Aber wie? Mit sich reden läßt er
> >>jedenfalls noch nicht...
> >
> > Die Frage ist, ob das überhaupt notwendig ist.
>
> Besser wärs. Siehe meine Antwort an Peter Becker.

OK. Dann wäre die Frage entscheidend, warum er nicht
schlafen will. Empfindet er es als Bestrafung? Hat er
Angst, was zu verpassen? Will er schon "groß sein",
wo man sowas nicht mehr braucht?
Die Lösungsmöglichkeiten werden sicherlich von der
Beantwortung dieser Frage abhängen.

> [...]
> Aber vielleicht kommt er ja bald mal in ein Alter, wo man das mit ihm
> "besprechen" kann.

Da würde ich nicht drauf hoffen. IME wird es mit zu-
nehmendem Alter v.a. schwieriger, Kinder ins Bett zu
bekommen. (Und da steckt ja auch ne gewisse Logik
dahinter.)

> Werner

Schobi

--
SpamTrap@gmx.de is never read
Im Schobi at suespammers dot org

"If you put a large switch in some cave somewhere, with a sign
on it saying End-of-the-World Switch. PLEASE DO NOT TOUCH,
the paint wouldnt even have time to dry."
Terry Pratchett

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: Willibald Papesch
2006-01-06 18:28:04

Werner Baderschneider wrote:
[...]
> Wie kriegt Ihr Euer Kind zum Mittagsschlaf?
[...]

Du hast ja nun zwei praktible Rezepte von Christoph und Martin
bekommen.

Sie funktionieren nach kurzer Zeit ganz sicher, wenn du in einer
etwas schwierigen Übergansphase des Greinens und Weinens die
Nerven behälst und hart bleibst.

Die Frage ist, ob du das willst.

Wenn ich die geschlderte Situation überdenke, scheint es mir, als
wolle dein Sohn einfach mit dir/mit euch zusammenbleiben. Es
könnte die Zeit kommen, wo du dir genau das von ihm Sohn wünschst
- aber dann *er* sich nicht mehr die Zeit nimmt, weil es nicht in
sein Konzept passt - was er ja dann von dir gelernt hätte.

Gruß
Willibald

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: Werner Baderschneider
2006-01-06 19:24:19

Hendrik Schober schrieb:
> Werner Baderschneider wrote:
>
>>Hendrik Schober schrieb:
>>
>>>Werner Baderschneider wrote:
>>
>>>>Das muss doch irgendwie anders gehen. Aber wie? Mit sich reden läßt er
>>>>jedenfalls noch nicht...
>>>
>>> Die Frage ist, ob das überhaupt notwendig ist.
>>
>>Besser wärs. Siehe meine Antwort an Peter Becker.
>
>
> OK. Dann wäre die Frage entscheidend, warum er nicht
> schlafen will. Empfindet er es als Bestrafung? Hat er
> Angst, was zu verpassen?

Letzteres trifft es wohl.

> Will er schon "groß sein",
> wo man sowas nicht mehr braucht?

Soweit ist er noch nicht. (die Kategorie "bin schon groß genug" gibts
glaube ich in dem Alter noch nicht)

> Die Lösungsmöglichkeiten werden sicherlich von der
> Beantwortung dieser Frage abhängen.

>>[...]
>>Aber vielleicht kommt er ja bald mal in ein Alter, wo man das mit ihm
>>"besprechen" kann.

> Da würde ich nicht drauf hoffen. IME wird es mit zu-
> nehmendem Alter v.a. schwieriger, Kinder ins Bett zu
> bekommen. (Und da steckt ja auch ne gewisse Logik
> dahinter.)

Das dürfte sich eher sinusförmig als linear verhalten (2Jahre=schwierig,
weil unbekannt, 4 Jahre= einfach, weil selbstverständlich, 12
Jahre=schwierig, weil langweilig und unnötig), oder?

Grüße
Werner

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: Werner Baderschneider
2006-01-06 19:42:43

Willibald Papesch schrieb:
> Werner Baderschneider wrote:
> [...]
>
>>Wie kriegt Ihr Euer Kind zum Mittagsschlaf?
>
> [...]
>
> Du hast ja nun zwei praktible Rezepte von Christoph und Martin
> bekommen.

Das werde ich jetzt auch mal ausprobieren. Dieses "Hinlegen-Trösten-Tür
zu.-Warten-Trösten-Tür zu.-länger Warten.- usw. -Rezept hat beim abends
schlafenlegen ja ganz gut geklappt (3-4 Tage IIRC) Beim Mittagsschlaf
bin ich bisher davor zurückgeschreckt, da sich die Schlafgewohnheiten
und damit auch die Zeiten im Lauf der Zeit ändern und ich mir daher
nicht sicher war, ob ich eine feste Schlafenszeit festlegen soll.

>
> Sie funktionieren nach kurzer Zeit ganz sicher, wenn du in einer
> etwas schwierigen Übergansphase des Greinens und Weinens die
> Nerven behälst und hart bleibst.
>
> Die Frage ist, ob du das willst.

Ich denke, schon. Es ist ja eigentlich die gleiche Situation wie beim
Nachtschlaf. Damals wurde er halt geschaukelt, getragen, in den Armen
gewiegt usw., bis man ihn schlafend ins Bett legen konnte. Beim
Mittagsschlaf wird er jetzt halt mit dem Auto rumgefahren, bis er
schlafend ins Bett gelegt werden kann. Hier wie dort: Lernen muß ers
trotzdem irgendwie.

> Wenn ich die geschlderte Situation überdenke, scheint es mir, als
> wolle dein Sohn einfach mit dir/mit euch zusammenbleiben. Es
> könnte die Zeit kommen, wo du dir genau das von ihm Sohn wünschst
> - aber dann *er* sich nicht mehr die Zeit nimmt, weil es nicht in
> sein Konzept passt - was er ja dann von dir gelernt hätte.

Das kommt mir jetzt aber etwas arg metaphysisch-tiefenpsychologisch vor.
Abnabelung als Erwachsener, weil man als Kind mittags zum Schlafen ins
Bett verbannt wurde? Oder meinst Du etwa mit "wo ich es mir von ihm
wünsche" gar Alterspflege?

Nee, da habe ich nun gar keine Sorge, dass ich mit meinem Handeln in
dieser Situation ein Verhalten in 15-40 Jahren beeinflussen würde.

Grüße
Werner

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: Willibald Papesch
2006-01-06 19:50:31

Werner Baderschneider wrote:

>> Wenn ich die geschlderte Situation überdenke, scheint es mir,
>> als wolle dein Sohn einfach mit dir/mit euch zusammenbleiben.
>> Es könnte die Zeit kommen, wo du dir genau das von ihm Sohn
>> wünschst - aber dann er sich nicht mehr die Zeit nimmt, weil es
>> nicht in sein Konzept passt - was er ja dann von dir gelernt
>> hätte.
>
> Das kommt mir jetzt aber etwas arg
> metaphysisch-tiefenpsychologisch vor.

Hat weniger mit dem einen noch mit dem anderen etwas zu tun,
sondern mit ganz nüchterner Lern- und Verhaltenspsychologie.

> Abnabelung als
> Erwachsener,

Hat nichts mit Abnabelung zu tun, sondern mit dem Erlernen von
sozialen Verhaltensmustern.

Soziales Verhalten wird am Verhalten der Umwelt erlernt, also vor
allem der Eltern.
Man lernt nicht zu tun, was die Eltern sagen, sondern man tut, was
die Eltern tun, zunächst im Rahmen des Möglichen, im Laufe der
Zeit immer mehr.

> weil man als Kind mittags zum Schlafen ins Bett
> verbannt wurde? Oder

Es läuft nach einem ganz einfachen Muster, das selbst der
Volksmund schon lange kennt: Wie du mir - so ich dir. Dabei ist
die Lösung des konkreten Problems jeweils nur einer jener
Mosaiksteine, aus denen sich im Laufe der Jahre die sozialen
Verhaltensmuster bilden.

Gruß
Willibald

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: Werner Baderschneider
2006-01-06 20:27:41

Willibald Papesch schrieb:
> Werner Baderschneider wrote:

>>>Es könnte die Zeit kommen, wo du dir genau das von ihm Sohn
>>>wünschst - aber dann er sich nicht mehr die Zeit nimmt, weil es
>>>nicht in sein Konzept passt - was er ja dann von dir gelernt
>>>hätte.

Hier fehlt mir immer noch die Antwort, was konkret Du damit meinst. ("In
welcher Zeit würde es nicht in sein Konzept passen, obwohl ich es mir
wünsche?")

>>Das kommt mir jetzt aber etwas arg
>>metaphysisch-tiefenpsychologisch vor.
>
>
> Hat weniger mit dem einen noch mit dem anderen etwas zu tun,
> sondern mit ganz nüchterner Lern- und Verhaltenspsychologie.
>
>
>>Abnabelung als
>>Erwachsener,
>
>
> Hat nichts mit Abnabelung zu tun, sondern mit dem Erlernen von
> sozialen Verhaltensmustern.
>
> Soziales Verhalten wird am Verhalten der Umwelt erlernt, also vor
> allem der Eltern.
> Man lernt nicht zu tun, was die Eltern sagen, sondern man tut, was
> die Eltern tun, zunächst im Rahmen des Möglichen, im Laufe der
> Zeit immer mehr.

Das stimmt natürlich. Zumindest in der Kindheit. Aber gerade dort bewegt
sich alles ausschließlich im Rahmen des Möglichen, as die Aussage schon
wieder stark relativiert. Sobald der Heranwachsende den Rahmen des
Möglichen selbst bestimmen kann, kann man das so pauschal nicht mehr
feststellen. Dann ist die verhaltensbestimmende Umwelt auch nicht mehr
das Elternaus und der Mensch tut gerne gerade das, was seine Eltern
nicht getan haben. Siehe 68er-Generation, Anti-Atomkraft-Bewegung
usw. Wenn man das näher betrachtet, haben eigentlich alle
"Kinder"-Generationen irgendwann kollektiv gegen ihre Eltern opponiert.

Das sieht man ja auch bei den jeweils favorisierten Erziehungsstilen. Da
war erst die autoritäre Erziehung, dann kam Laissez-Faire, jetzt finden
wieder Bücher wie "Jedes Kind kann schlafen lernen" oder Programme wie
Triple-P regen Zulauf.

Jeder versuchts besser zu machen, als er es selbst erlebt hat.

>
>
>>weil man als Kind mittags zum Schlafen ins Bett
>>verbannt wurde? Oder
>
>
> Es läuft nach einem ganz einfachen Muster, das selbst der
> Volksmund schon lange kennt: Wie du mir - so ich dir.

Demnach müsste ich ja regelmäßig meine Eltern verprügeln bzw verprügelt
haben (Je nachdem auf welche Lebenszeit Du Deine Aussage beziehst). Tu
ich aber nicht. Wieso?

Grüße
Werner

Mittagsschlaf bei =?ISO-8859-15?2-jährigem

Autor: "Cornelia Wyss"
2006-01-06 20:31:03

Hallo Monica
Ich habe grad aktuell am lebenden Objekt gemessen. Sarah ist 6 Monate alt
und ihre Fusssohle ist 8.5cm lang.
Liebe Grüsse
Cornelia

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