=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Ein interessanter Artikel in der FAZnet
/Zitat
Fahrradanhänger für Kinder können große gesundheitliche
Gefahren
für ihre kleinen Insassen bergen. Nach einer am Donnerstag in
München vorgestellten Studie von Sportmedizinern müssen Kinder in
den Anhängern Erschütterungen vom Doppelten bis Zehnfachen ihres
Körpergewichts aushalten.
Zitat/
Mehr unter
http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/
Doc~E48D4E5D61C6C420499422527C736E2C9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Willibald
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=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Zitat:
"Nach Ansicht des Professors haben Kinderfahrradanhänger auch den
Nachteil, daß die Kinder auf Dackelhöhe sitzen. Auf diesem Niveau
sei
die Luft am stärksten mit Feinstaub und anderen Verunreinigungen
belastet, denen die Kinder unmittelbar ausgesetzt seien."
Ach und wenn sie laufen stehen sie auf Stelzen oder was
und die Schadstoffbelastung in Autos ist dem Professor
auch bekannt?
Und zum Glück treten die Rückenschäden ja auch erst
auf wenn der Herr Professor in Ruhestand ist.
MfG
Matthias
=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Willibald Papesch wrote:
> /Zitat
> Fahrradanh
=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Volker Gringmuth wrote:
> Willibald Papesch wrote:
>
> > /Zitat
> > Fahrradanhänger für Kinder können große
gesundheitliche Gefahren
> > für ihre kleinen Insassen bergen. Nach einer am Donnerstag in
> > München vorgestellten Studie von Sportmedizinern müssen
Kinder in
> > den Anhängern Erschütterungen vom Doppelten bis Zehnfachen
ihres
> > Körpergewichts aushalten.
> > Zitat/
>
> Das klingt für mich ein wenig nach "Kochsalz besteht zur
Hälfte aus Natrium
> und zur anderen Hälfte aus Chlor, und beides ist giftig!"
>
> Was heißt denn "Erschütterungen vom Doppelten ihres
Körpergewichts"? Mir ist
> neu, daß man Erschütterungen und Gewichte mit derselben Einheit
mißt.
>
> Und kommt es bei der Bedenklichkeit nicht auf die Art der
Erschütterung an
> und darauf, wo und wie die Kraft auf den Körper einwirkt?
Und nicht auch auf den Anhänger?
> [...]
Schobi
--
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Eric Jarvis
=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Volker Gringmuth schrieb:
> Was heißt denn "Erschütterungen vom Doppelten ihres
Körpergewichts"? Mir ist
> neu, daß man Erschütterungen und Gewichte mit derselben Einheit
mißt.
Zumindest steht das in Relation. Das Stichwort dazu hast Du weiter unten
selbst genannt. Gewicht (in Kilogramm) ist das Produkt aus Masse (in
Kilopond) mal Erdbeschleunigung (g). Bei einem Stoß von 2 g verdoppelt
sich das Gewicht bei identischer Masse.
> Und kommt es bei der Bedenklichkeit nicht auf die Art der
Erschütterung an
> und darauf, wo und wie die Kraft auf den Körper einwirkt?
Liegt eigentlich auf der Hand: Im Sitzen vertikal auf die Wirbelsäule.
Das ist auch der Grund, warum Fahrradfahren bei Wirbelsäulenschäden
nicht gerade das Vortelhafteste ist.
> Was für Erschütterungen halten die Sportmediziner denn für
vertretbar?
> Müssen wir unseren Kindern jetzt verbieten, von 1 m hohen Mauern zu
> springen, weil das Abfedern im Bereich von 10 cm zu einer Verzögerung
vom
> Zehnfachen der Erdbeschleunigung führt?
Ob ein Kind einmal (oder meinetwegen auch fünfmal) von einer Mauer
springt (wobei 1 m für ein Kleinkind schon ganz schön hoch ist) ist
schon noch etwas anderes als eine Folge von Dutzenden von 2-g-Stößen
in
kürzester Zeit, wie sie z.B. auf schlechter Wegstrecke nicht
unwahrscheinlich sind.
Im übrigen sind die Sicherheitsrisiken von Fahrradanhängern ein alter
Hut. ADAC, ADFC und weitere Organisationen haben das schon vor Jahren
durchgebetet - wobei die Erschütterungen noch zu den kleineren Übeln
zählen.
Erheblich unangenehmer ist die Tatsache, daß Kinder in einem
Fahrradanhänger bei einem Unfall völlig ungeschützt mit
Gegenständen
großer Masse kollidieren können. Der Effekt ist der gleiche, wie
wenn
sie vor einen fahrenden Lkw springen.
Gruß, Hans
=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Hans Altmeyer wrote:
>Im übrigen sind die Sicherheitsrisiken von Fahrradanhängern ein
alter
>Hut. ADAC, ADFC und weitere Organisationen haben das schon vor Jahren
>durchgebetet - wobei die Erschütterungen noch zu den kleineren
Übeln
>zählen.
>Erheblich unangenehmer ist die Tatsache, daß Kinder in einem
>Fahrradanhänger bei einem Unfall völlig ungeschützt mit
Gegenständen
>großer Masse kollidieren können. Der Effekt ist der gleiche, wie
wenn
>sie vor einen fahrenden Lkw springen.
Eben nicht ungeschützt, sondern zumindest bei guten Anhängern in
einem
ziemlich guten Käfig. Und alle Crashtests haben bisher gezeigt, dass
Anhaenger wesentlich sicherer als die Kindersitze auf dem Fahrrad
sind.
Cheers
Ina
--
Ina Reichel ireichel@lbl.gov
"In the quiet of the night let our candle always burn
let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976
=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Hans Altmeyer wrote:
> Ob ein Kind einmal (oder meinetwegen auch fünfmal) von einer Mauer
> springt (wobei 1 m für ein Kleinkind schon ganz schön hoch ist)
ist
> schon noch etwas anderes als eine Folge von Dutzenden von
2-g-Stößen in
> kürzester Zeit, wie sie z.B. auf schlechter Wegstrecke nicht
> unwahrscheinlich sind.
Und wenn sie mit dem eigenen Fahrrad über denselben Weg fahren, sind die
Stösse dann geringer?
Und: Wie gross sind die Kräfte der Stösse auf die untere
Wirbelsäule,
wenn das Kind ganz normal rumrennt?
Ich denke, eine Studie, die einfach mal irgendeine Zahl misst und diese
Zahl ex kathedra für "böse" erklärt, ist unbrauchbar.
Es gibt ja gar
keine Belege dafür, wieso Stösse der Stärke X jetzt irgendein
Problem
sein sollen, solange X nicht so gross ist, dass es zu Verletzungen kommt.
Der Körper ist zum Aushalten von Stössen durchaus in der Lage. Eine
Überbeanpruchung äussert sich zuerst mal einfach mit Schmerzen und
nicht
gleich mit irgendwelchen ominösen Spätschäden.
-stef
=?ISO-8859-15?Fahrradanhänger
Hans Altmeyer schrieb:
> Volker Gringmuth schrieb:
>
>> Was heißt denn "Erschütterungen vom Doppelten ihres
Körpergewichts"?
>> Mir ist
>> neu, daß man Erschütterungen und Gewichte mit derselben
Einheit mißt.
>
>
> Zumindest steht das in Relation. Das Stichwort dazu hast Du weiter unten
> selbst genannt. Gewicht (in Kilogramm) ist das Produkt aus Masse (in
> Kilopond) mal Erdbeschleunigung (g). Bei einem Stoß von 2 g
verdoppelt
> sich das Gewicht bei identischer Masse.
Sorry, das stimmt so nicht. Die Maßeinheit für Masse ist das
Kilogramm.
Die Gewichtskraft (nicht mehr in kp sondern in Newton) ist das Produkt
aus der invarianten Masse und der Erdbeschleunigung.
So und nun wird ein Schuh aus dem Journalistengeschreibsel:
Was der Professor meint ist, dass im Hänger das Kind Stößen
ausgesetzt
ist, aus denen Kräfte vom doppelten bis 10 fachen der Gewichtskraft des
eigenen Körpers resultieren. Und durch die Umgangssprache ist der
Unterschied masse <-> Gewichtskraft verwischt.
>> Und kommt es bei der Bedenklichkeit nicht auf die Art der
>> Erschütterung an
>> und darauf, wo und wie die Kraft auf den Körper einwirkt?
>
>
> Liegt eigentlich auf der Hand: Im Sitzen vertikal auf die
Wirbelsäule.
> Das ist auch der Grund, warum Fahrradfahren bei
Wirbelsäulenschäden
> nicht gerade das Vortelhafteste ist.
>> Was für Erschütterungen halten die Sportmediziner denn
für vertretbar?
>> Müssen wir unseren Kindern jetzt verbieten, von 1 m hohen Mauern
zu
>> springen, weil das Abfedern im Bereich von 10 cm zu einer
Verzögerung vom
>> Zehnfachen der Erdbeschleunigung führt?
>
>
> Ob ein Kind einmal (oder meinetwegen auch fünfmal) von einer Mauer
> springt (wobei 1 m für ein Kleinkind schon ganz schön hoch ist)
ist
> schon noch etwas anderes als eine Folge von Dutzenden von
2-g-Stößen in
> kürzester Zeit, wie sie z.B. auf schlechter Wegstrecke nicht
> unwahrscheinlich sind.
Ack
> Im übrigen sind die Sicherheitsrisiken von Fahrradanhängern ein
alter
> Hut. ADAC, ADFC und weitere Organisationen haben das schon vor Jahren
> durchgebetet - wobei die Erschütterungen noch zu den kleineren
Übeln
> zählen.
> Erheblich unangenehmer ist die Tatsache, daß Kinder in einem
> Fahrradanhänger bei einem Unfall völlig ungeschützt mit
Gegenständen
> großer Masse kollidieren können. Der Effekt ist der gleiche,
wie wenn
> sie vor einen fahrenden Lkw springen.
Und das ist polemischer Unsinn. Im Falle eines Unfalls ist jeder
Radfahrer völlig ungeschützt. Ein Kind im Kindersitz fällt
tiefer, ein
Kind im Hänger wird mit viel Glück nur beisseite geschleudert.
Fahrradanhänger sind großund auffällig und haben eine breite
Siluette-
sie werden nicht so oft übersehen.
Gruß