Anrede
"Martin Klaffenboeck" schrieb im
Newsbeitrag
news:pan.2003.09.17.12.16.21.928336@kleinerdrache.org...
> Ich möchte nicht, dass unsere 3-jährige durch unser kommendes
Baby dann
> irgendwie emotional sich weniger gemocht fühlt, weil sie nicht Papa
zu
> mir sagen kann oder so.
Eine Bindung oder Vertrautheit zwischen zwei Menschen ist nicht von der Art
oder Form der Anrede abhängig.
Es wird Dein Verhalten sein.
Und ich kann Dir heute schon sagen, Du wirst letztendlich doch Unterschiede
machen.
Nicht unbedingt bewusst, aber das es nicht Dein Kind ist, macht sich doch
immer wieder irgendwo bemerkbar.
Und später, wenn dann die heute 3jährige in die Pubertät kommt
wird sie Dir
evtl. doch an den Kopf werfen, "du bist nicht mein Papa, du hast mir
garnichts zu sagen".
Gruß
Andreas
Anrede
Anrede
Martin Klaffenboeck wrote:
>
> Am Wed, 17 Sep 2003 13:49:09 +0200 schrieb Frank Schletz:
>
>> und eine Bedingung dafür ist es, das die Mutter dem Kind
gegenüber
>> Martin eben nicht Papa nennt! Sonst wird das Kind ganz vehement
>> beeinflusst!
>
> Also, ich stelle mir die Situation dann so vor:
>
> Mein leibliches Kind und meine nicht leibliche Tochter, reden gearde und
> meine Freundin schaut dann die eine an und sagt: Dein Papa kommt gleich
> nach hause, und dann schaut sie die andere an und sagt: Martin kommt
> gleich nach hause.
>
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär :-)
Man kann das ganze zerreden und für alles eine
Lösung einfordern. Hier wär die Lösung einfach
an beide oder kein Kind direkt gerichtet: Martin kommt.
Es muss keine diversifikation eingebaut werden.
Mir geht es mehr um das sich bewusst sein respektive
bewusst machen. Wenn die Mutter bewusst Papa sagt
hat das eine andere Qualität, als wenn in einer Situation
wie oben mal Papa, mal Martin gesagt wird.
Wenn derselbe Satz zweimal gesagt wird, wie oben, so
ist das auch eine bewusste Unterscheidung.
Naja, so ungefähr. "Freudsche Fehler" gehen noch.
Wenn sie dann einschleifen, ist das (IMHO) auch nicht gut.
Hm, nehme ich mal ein anderes Beispiel:
Dein leibliches Kind und deine nicht leibliche Tochter, reden gerade und
deine Freundin schaut dann beide/eine an und sagt: Papa kommt gleich
nach hause, und dann fragt deine nicht leibliche Tochter: Welcher?
Frank
Hoffentlich hinkt das Beispiel nicht zu stark ;-)
Anrede
Am Wed, 17 Sep 2003 16:30:10 +0200 schrieb Andreas Post:
>
> "Martin Klaffenboeck" schrieb
im Newsbeitrag
> news:pan.2003.09.17.12.16.21.928336@kleinerdrache.org...
>
>> Ich möchte nicht, dass unsere 3-jährige durch unser
kommendes Baby
>> dann irgendwie emotional sich weniger gemocht fühlt, weil sie
nicht
>> Papa zu mir sagen kann oder so.
>
> Eine Bindung oder Vertrautheit zwischen zwei Menschen ist nicht von der
> Art oder Form der Anrede abhängig.
> Es wird Dein Verhalten sein.
> Und ich kann Dir heute schon sagen, Du wirst letztendlich doch
> Unterschiede machen.
> Nicht unbedingt bewusst, aber das es nicht Dein Kind ist, macht sich doch
> immer wieder irgendwo bemerkbar.
Da hast du sicher recht. Aber ich denke, dass sich diese sehr in Grenzen
halten werden. Denn ich sehe tatsächlich auch die heute 3jährige als
meine Tochter. Das sage ich nicht nur so. Ich denke, dass die
Unterschiede nicht so viel größer sein werden, als wären beide
meine
leiblichen Kinder. Denn auch da haben Eltern oft unbewusst ein
Lieblingskind.
> Und später, wenn dann die heute 3jährige in die Pubertät
kommt wird sie
> Dir evtl. doch an den Kopf werfen, "du bist nicht mein Papa, du hast
mir
> garnichts zu sagen".
Das kommt angeblich mit schon mit 8-9 Jahren, was ich bisher so gehört
habe. Ich bin ja schon sehr gespannt darauf. Ich könnte ja antworten:
Dann bin ich halt nicht dein Papa und brauche dir daher auch kein
Abendessen machen / Taschengeld geben, ... ;-)
Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit, bestimmt fällt mir in der
Zwischenzeit was besseres ein. ;-)
Martin