Anrede
Mervi Esser wrote:
> (...)
ACK
>
> >
> >
> Mervi
Liebe Grüße
Ebba
Anrede
Anrede
Martin Klaffenboeck wrote:
>
> Am Sun, 14 Sep 2003 14:18:18 +0200 schrieb Karsten Lüdersen:
>
>> Für den biologischen Vater könnte es aber problematisch sein
...
>
> Ja, das hab ich mir auch schon gedacht...
>
Ich würde jetzt versuchen, mich einfach mal in die Lage
des Papas zu versetzen und nachzudenken, was ich so
fühlen und denken würde. Ich stand auch mal in dieser
Situation. Und stehe jetzt wohl wieder in einer solchen.
Meine Meinung:
Das Kind soll das ganze selber Entscheiden
Die Frau sollten einen nicht als Papa ansprechen, dass
darf nur das Kind, wenn es selber will.
Falls man dann Papa genannt wird, was einen selbst un-
heimlich freuen kann, sollte das ganze mit dem "richtigen"
Papa besprochen werden, damit es keine Konflikte gibt.
Ich will hier ja nichts unterstellen, doch die Diskussion
über "richtiger" Papa, "Erzeuger" und alles weitere
hier in
der Gruppe zeigt mir, dass das Thema nicht einfach ist.
Besonders Trennungsväter, und der leibliche Vater in dieser
Situation ist einer, haben oft Probleme, weil es mit der
Papa-Nennung des neuen zu einer Entfremdung kommen kann
und dies manchmal von der Frau auch erwünscht ist!
Und dies sollte nie gemacht werden. Da muss man als Mann
aufpassen, das man nicht in eine Rolle gedrückt wird,
welche man nicht innehat und nicht innehaben kann.
Und die Rolle des "Papa", obwohl man ja eigentlich ein
"Stief-Papa" ist, birgt noch andere Probleme und Risiken,
welche nicht unbeachtlich sind, ich jedoch nicht hier
erläutern möchte. Das ist mir (für jetzt) zu lang.
Mit freundlichem Gruss
Frank
Anrede
Monica Ladberg wrote:
>
>> Hallo Monica!
>>
>> Danke für deine Ausführungen, so viel hätts eigentlich
gar nicht
>> gebraucht, aber es ist ja trotzdem recht interessant.
>>
>> Es ist ja bei uns so, dass der richtige Papa ja jede Woche
>> vorbeischaut. Und wie schon jemand anderer gemeint hat, kann es ja
>> durchaus vorkommen, dass der biol. Vater Probleme damit hat, wenn ich
>> nun auch Papa genannt werde. Für die Kleine wäre es sicher
kein
>> Problem.
>
> Ja, der andere Papa ist das grösste Problem.. aber darüber
müsste
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> man eben reden... ohne das Kind in der Nähe.
>
Wie ist das gemeint? Dieser Satz hört sich erst mal sehr negativ an.
<snip>
Gruss
Frank
Anrede
Martin Klaffenboeck wrote:
>
> Am Sun, 14 Sep 2003 18:38:48 +0200 schrieb Monica Ladberg:
>
> Hallo Monica!
>
> Danke für deine Ausführungen, so viel hätts eigentlich gar
nicht
> gebraucht, aber es ist ja trotzdem recht interessant.
>
> Es ist ja bei uns so, dass der richtige Papa ja jede Woche vorbeischaut.
> Und wie schon jemand anderer gemeint hat, kann es ja durchaus vorkommen,
> dass der biol. Vater Probleme damit hat, wenn ich nun auch Papa genannt
> werde. Für die Kleine wäre es sicher kein Problem.
>
> Sie hat ja auch schon mal so eine Andeutung gemacht: "Irgendwie bist
du
> ja auch ein Papa."
>
> Der biol. Papa hat ja so seine Probleme damit, dass er sie nicht so viel
> sieht wie ich usw. Damit kämpft er. Wenn ich nun auch noch Papa
genannt
> werde, ist das sicher nicht so einfach. Ich meine, Tatsache ist ja, dass
> Benni (Benita - so heißt unsere 3-jährige), mit mir einfach
mehr
> mitmacht, als mit ihm, also das führe ich jetzt einfach auf die
> Vertrauensbasis zurück, die ja einfach durch bedingt ist, dass ich
sie ja
> ständig sehe, er aber nur einmal pro Woche. (Er könnte von uns
aus
> durchaus öfters, das geht so von ihm aus, er hätte nicht so viel
Zeit
> meint er und sieht sich gleichzeitig Leid, wenn er für sie halt mit
> Gummibärchen interessanter ist als ohne.)
>
Schreibe doch bitte einfach Papa. Das ist er, das bleibt er. Alles ander
hört sich in meinen Ohren an wie: Samenspender. Und so möchtest Du
bestimmt
auch nicht irgendwann genannt werden, oder?
Er kommt einmal die Woche, das ist mehr, als andere können, deren
Ex-Partner
einfach mal eben weggezogen sind. Wenn Ihr in derselben Strasse wohnt, mag
noch öfter gehen. Ansonsten hat der Papa wohl auch einen Haushalt, den er
führen muss, einen Job, den er nachgehen muss, und evtl. noch weitere
Verpflichtungen.
Wenn das Kind bei einem ist, sieht man es täglich, egal, welche
Verpflichtungen
man sonst noch so hat. Das ist immer mehr, als jemand haben kann, der nicht
mehr mit dem Kind zusammen wohnt.
Wenn Ihr im ein Gästezimmer anbietet, kann er bestimmt auch noch
öfter ;-)
Wenn Du meinst, er sollte doch bitte öfter kommen, so sage es ihm unter
4 Augen. Und besprecht, wie das gemacht werden kann.
Falls das Kind dann irgendwann zu euch beiden Papa sagt, gibt es bestimmt
auch weniger "Probleme". Der seelische Schmerz, den ein Vater
empfindet,
dessen Kind einen anderen "Papa" nennt, ist nicht einfach zu
beschreiben.
Und wenn Ihr beide gut miteinander auskommt, ist dieser Schmerz wahrscheinlich
kleiner.
<Rest gesnipt>
Gruss
Frank
Anrede
Andreas Post wrote:
> In article , Ebba
> Lippert says...
>>
>
>> Vielleicht könnt ihr ja in eurer Familie einen anderen Begriff
als
>> Papa
>> für dich wählen, wie zB Papi, Vati, Paps o.ä.
>
> Uuuaaahhh. Da bekomme ich Magensausen von.
>
> Die jüngere Tochter meiner Freundin sagte auch ab und zu
"Papa" zu
> mir. Das passt mir nicht, denn sie hate einen Papa. Das bin aber
> nicht ich!
Gut, dann scheinst Du Dich aber auch nicht wie ein Papa ihr
gegenüber zu fühlen - andere Leute sehen das unter Umständen
anders..
> Ich denke da sollte man schon unterscheiden. Letztendlich wird man
> dem Kind damit keinen Gefallen tun, wenn es eine "fremde" Person
als
> Papa betitelt.
>
> Wenn dieser fremde Person irgendwann einmal geht, ist sie gegangen.
> Der leibliche Vater des Kindes ist dann immer noch der Papa. Die
> fremde Person, Papa genannt, ist dann weg.
Es ist nicht schmerzloser, wenn diese andere Person nicht Mama
oder Papa genannt wurde.
Dass mein Mann vor mir auch Partnerinnen hatte, die gekommen
sind und irgendwann gegangen sind, war für "unsere" Kleine nicht
weniger schmerzhaft, nur weil sie die nicht Mama nannte.
Der Ursprungsposter scheint ja deutlich ernsthafte Absichten zu
haben, sowohl mit seiner Partnerin als auch mit dem Kind - insofern
ist das ein genereller Unterschied, bei dem man schon darüber
nachdenken kann, wie er sich nennen lässt - insbesondere, wenn
ein gemeinsames Kind dazukommt.
Wie ich schon sagte - das ist für die Erwachsenen viel mehr heikles
Thema als für die Kinder - denen tut es genauso weh, wenn eine
"Meike", "Heike", "Amelie" geht, wenn sie zu der
Vertrauen und
ein bissl Liebe aufgebaut hatten.
Smurfy
Anrede
Frank Schletz wrote:
>> Ja, der andere Papa ist das grösste Problem.. aber darüber
müsste
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> man eben reden... ohne das Kind in der Nähe.
>>
>
> Wie ist das gemeint? Dieser Satz hört sich erst mal sehr negativ an.
War nicht so gemeint.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es wahrscheinlich
weder für Martin noch für "seine" Tochter problematisch
wäre, wenn
sie ihn Papa nennen würde, sondern hauptsächlich für den
richtigen
Vater, bei allen Überlegungen zu diesem Thema also dieser zuerst
befragt werden sollte.
Wobei das Wohl des Kindes natürlich auch bedacht werden sollte,
grade, wenn es ein Halbgeschwisterchen dazubekommt, was den
eigenen "Status" dann ja auch zunehmend in Frage stellt und die
eigene Rolle in der (gelebten) Familie.
Hier bei uns war es kein Problem, dass der Ehemann der Mutter
des Kindes meines Mannes (ächz) von ihr "Papa" genannt wird -
die J. hat zwar einen Vater, aber sie hat auch eine *Familie*.
Und in einer Familie sagt man halt üblicherweise "Mama" und
"Papa" (oder Derivate davon), alleine schon, damit das Kind sich
auch als Kind fühlen kann.. und weder den "Dazugekommenen"
noch sich in irgendeiner Weise als Fremdkörper empfinden muss.
Smurfy
Anrede
Ebba Lippert wrote:
> Andreas Post wrote:
>
> > In article , Mervi Esser says...
> >
> > >einen ähnlichen Thread gab es vor kurzem schonmal. Tenor
war: warum denn
> > >nicht zwei Papas mit "Papa" anreden?
> >
> > >Ich persönlich hätte damit kein Problem, solange es das
Kind so möchte.
> > >ZB: Papa Martin und Papa Karl-Heinz, wenn es denn eine
Unterscheidung
> > >geben muss.(Es gibt doch meist auch zwei Omas und 2 Opas...)
> >
> > Schlechter Vergleich, denn einer der "Papas" ist kein
Verwander.
> >
> Was denn sonst?
Sorry, hier hast du natürlich recht. Dabei sag ich mir doch immer: Erst
denken, dann schreiben :-).
>
> > >(....)
Liebe Grüße
Ebba
Anrede
Am Mon, 15 Sep 2003 03:47:51 -0700 schrieb Andreas Post:
> "Papa ist gegangen und will mich nicht mehr sehen", eine der
dann
> folgenden Varianten. "Papa" ist etwas persönliches, etwas
individuelles
> und der Begriff sollte auch nur für den leiblichen Papa verwendet
werden.
Du hast zwar einiges zu dem Thema gesagt, aber was du damit genau sagen
möchtest, habe ich noch nicht verstanden. Vielleicht kannst du einfach
folgende Frage kurz beantworten?
Warum sollte man nur den biologisch/genetischen Vater als Papa bezeichnen?
Warum sollte man eine dem Kind näherstehende Person, die nicht der
leibliche Vater ist nicht als Papa bezeichnen?
Danke für eine Antwort, das würde mir schon helfen, dich zu
verstehen.
Martin