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Tagesmutter

Autor: "Cornelia"
2004-06-14 21:43:17

Hallo NG
Jetzt plagt mich auch ein Problem, zu welchem ich gerne ein paar
Gedankenanstösse von Euch hätte.
Seit Luca (jetzt 19 Monate alt) halbjährig ist ging ich wieder arbeiten,
hauptsächlich am Abend und an den Wocheenden. Damals hat sein leiblicher
Vater zu ihm geschaut..... ich war schon in der Schwangerschaft
alleinerziehend.
Nun lebe ich seit ein paar Wochen mit meinem neuen Partner zusammen, in
einer neuen Stadt. Seit Anfgang Juni, arbeite ich hier in einer
Behinderteninstitution. Luca wird in den Zeiten wo ich arbeite (60 %) von
einer Tagesmutter oder von seinem Stiefpapi betreut.

Die Tagesfamilie wurde uns vermittelt. Als wir sie besucht haben, war Luca
völlig begeistert, und ich musste ihn mit riesen Geschrei aus dem
Kinderecken wegzerren als wir gehen wollten. Die Tagesmutter entsprach zwar
nicht 100% meinen Wünschen (z.B. spricht sie nicht so gut Deutsch) aber ich
empfand sie als herzlich und hatte ein gutes Gefühl dabei.

Nun geht Luca seit 3 Wochen immer für halbe Tage zu ihr. Am Anfang recht
problemlos. Aber seit ein paar Tagen weint er, wenn mein Partner oder ich
uns von ihm verabschieden. Und ist sehr anhänglich bei uns, wenn wir dort
sind. Das weinen hört zwar sehr schnell, nach ca. 1 Minute wieder auf (wir
horchen vor der Türe) aber trotzdem tut es uns im Herzen weh, dass wir ihn
so weinen sehen müssen. Ich habe auch schon Szenen beobachtet, bei der die
Tagesmutter ihn getröstet hat, als er umfiel, und da konnte er sich auch gut
beruhigen, obwohl ich auch nebenbei stand. Ich dachte, wow das ist doch ein
Beweiss, dass es gut geht, dort.
Nur plagen mich schon seit Anfang ganz scheiss Gefühle. Ich kann sie nicht
richtig an etwas festmachen.... es geht mir einfach nicht gut, wenn ich an
die Situation denke, und bin froh um jeden Tag, andem er nicht dorthin gehen
muss.
Obwohl ich das Gefühl habe, dass es ihm scheinbar ausser dem kurzen weinen
wenn wir gehen dort gefällt..... wenn wir ihn abholen zeigt er uns freudig
Spielsachen z.B.
Wir wissen îm Moment nicht was wir machen sollen. Noch ein paar Wochen
abwarten und schauen wie es sich entwickelt? Nach drei Wochen wollen wir
keine Entscheidung übers Knie brechen, aber uns ist einfach nicht wohl
dabei. Aber eine andere Lösung gibt es im Moment leider auch nicht. Wie
denkt ihr darüber? Wie würdet ihr handeln.
Ich denke einfach wenn er mal deutlich zeigt, dass er nicht dorthin möchte,
also wenn er z.B. schon beim Hauseingang weint, dann würde ich ihn
wahrscheinlich grad wieder mitnehmen. Aber ob das dann richtig ist?

Dann würde ich noch gerne die Meinung zu einer anderen Situation von Euch
hören. Es geht ums Thema schlagen.
Folgende Situation, wir bringen Luca zur Tagesfamilie. Er geht sofort zu
einem Spielzeug hin. Ein älterer Junge, ca. 4 oder 5, der Sohn der
Tagesmutter geht auch zu diesem Spielzeug und möchte es haben. Luca schlägt
mit der Hand nach ihm um ihn zu vertreiben. Danach schlägt ihn der Junge mit
der Hand auf den Kopf. Würdet ihr da eingreifen, oder geschehen lassen, bis
Luca z.B. um Hilfe schreit? Der Altersunterschied ist halt schon recht
gross.

Liebe Grüsse
Cornelia

Tagesmutter

Autor: Tata
2004-06-14 22:28:36

Tagesmutter

Autor: "Gabi Jung"
2004-06-14 22:28:36

Hallo,


> Obwohl ich das Gefühl habe, dass es ihm scheinbar ausser dem kurzen weinen
> wenn wir gehen dort gefällt..... wenn wir ihn abholen zeigt er uns freudig
> Spielsachen z.B.
> Wir wissen îm Moment nicht was wir machen sollen. Noch ein paar Wochen
> abwarten und schauen wie es sich entwickelt? Nach drei Wochen wollen wir
> keine Entscheidung übers Knie brechen, aber uns ist einfach nicht wohl
> dabei. Aber eine andere Lösung gibt es im Moment leider auch nicht. Wie
> denkt ihr darüber? Wie würdet ihr handeln.
> Ich denke einfach wenn er mal deutlich zeigt, dass er nicht dorthin
möchte,
> also wenn er z.B. schon beim Hauseingang weint, dann würde ich ihn
> wahrscheinlich grad wieder mitnehmen. Aber ob das dann richtig ist?
>
meine Mutter hat früher auch mehrere Jahre lang Tageskinder betreut. Ich
spreche
daher aus Erfahrung.Unter anderem betreute sie ein Kind, das zu uns kam, als
es grad 1 Jahr alt geworden war.
Als er nicht mehr kam (wegen Umzug) hatte er die Grundschule abgeschlossen.
Also eine lange Zeit. Und er weinte früher fast immer, wenn seine Mama ihn
morgens "abgegeben" hat. Aber das war immer nach kurzer Zeit vorbei. Wie
lange das mit dem Weinen dauerte (sprich wie viele Wochen) kann ich nicht
mehr sagen. Der junge Mann ist heute 16. Es ist also schon eine Zeitlang
her. Aber wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis und trotz
anfänglichem Weinen hat er sich doch bei uns wohl gefühlt. Ich denke
ähnliche Beschreibungen wirst du auch von Eltern hören, deren Kinder in den
Kiga kommen.
Und dass er sich freut, wenn er dich sieht ist doch auch klar. Er hat sich
bestimmt auch immer gefreut, wenn du ihn früher bei dem Ex abgeholt hast.

> Dann würde ich noch gerne die Meinung zu einer anderen Situation von Euch
> hören. Es geht ums Thema schlagen.
> Folgende Situation, wir bringen Luca zur Tagesfamilie. Er geht sofort zu
> einem Spielzeug hin. Ein älterer Junge, ca. 4 oder 5, der Sohn der
> Tagesmutter geht auch zu diesem Spielzeug und möchte es haben. Luca
schlägt
> mit der Hand nach ihm um ihn zu vertreiben. Danach schlägt ihn der Junge
mit
> der Hand auf den Kopf. Würdet ihr da eingreifen, oder geschehen lassen,
bis
> Luca z.B. um Hilfe schreit? Der Altersunterschied ist halt schon recht
> gross.
Da muss ich sagen, erwarte ich mehr Einfühlungsvermögen seitens der
Tagesmutter. Dass sie ihrem Sohn klar macht, dass grad dein Sohn damit
spielt und er nicht hauen darf. Ich würde - ehrlich gesagt - einschreiten
und das dem Jungen klar machen. Außerdem würde ich die Tagesmutter
ansprechen.


>
> Liebe Grüsse
> Cornelia
>
Liebe Grüße
Gabi

Tagesmutter

Autor: "Anka Moder"
2004-06-15 12:31:17

Hallo Gabi,
Ich habe Deinen Beitrag gelesen und kann den Zwiespalt gut verstehen,
in dem Du bist. Ich hatte ein kurzes Intermezzo mit einer Tagesmutter,
als meine Tochter 4 Monate alt war. Als das gründlich schief gegangen
war, habe ich zum Glück meine Schwiegermutter gehabt, die einsprang.
Im Moment ist die Situation so, daß ich nicht arbeiten gehen kann,
weil ich keine Betreuung habe.
grundsätzlich würde ich auf mein Gefühl hören. Zum einen glaube ich,
daß man feine Antennen dafür hat, daß etwas nicht stimmt. Zum anderen
überträgt sich Dein ungutes Gefühl auch auf dein Kind, sodaß es
dadurch in Konflikt kommt. Du mußt Dir also klar werden, ob Du ein
schlechte Gefühl hast, weil Du Dein Kind grundsätzlich abgibst oder ob
es konkret etwas mit dieser Tagesmutter zu tun hat. Und dann würde ich
sofort handeln.
Ich habe zum Beispiel versucht, eine andere Familie zu finden, mit
der ich mir die Betreuung der Kinder teilen kann. Zum einen auch um
Geld zu sparen, aber auch um klar zu stellen, daß auch die andere
Familie ehrlich bemüht ist, mein Kind optimal zu versorgen, weil ich
ja auch auf deren Kind aufpasse. Falls Du auch im Ruhrgebiet wohnst,
sollten wir uns mal treffen...
Ich finde bei dem Streit, von dem Du geschrieben hast, sollte die
Tagesmutter eingreifen, weil sie auch ihrem Kind gegenüber klarstellen
muß, daß Dein Kind gleichbereichtigt da ist. Vielleicht hat das ja mit
deinem Gefühl zu tun, daß Du denkst, daß er nicht voll akzeptiert ist
und fünftes Rad am Wagen spielt.
Da du nicht verheiratet bist, solltest Du eine Chance haben, einen
Tagesstättenplatz zu bekommen. Du solltest Du bei der Stadt
nachfragen.
Viel Glück und gute Nerven! Anka
"Gabi Jung" schrieb im Newsbeitrag
news:cal1qv$924$04$1@news.t-online.com...
> Hallo,
>
>
> > Obwohl ich das Gefühl habe, dass es ihm scheinbar ausser dem
kurzen weinen
> > wenn wir gehen dort gefällt..... wenn wir ihn abholen zeigt er uns
freudig
> > Spielsachen z.B.
> > Wir wissen îm Moment nicht was wir machen sollen. Noch ein paar
Wochen
> > abwarten und schauen wie es sich entwickelt? Nach drei Wochen
wollen wir
> > keine Entscheidung übers Knie brechen, aber uns ist einfach nicht
wohl
> > dabei. Aber eine andere Lösung gibt es im Moment leider auch
nicht. Wie
> > denkt ihr darüber? Wie würdet ihr handeln.
> > Ich denke einfach wenn er mal deutlich zeigt, dass er nicht
dorthin
> möchte,
> > also wenn er z.B. schon beim Hauseingang weint, dann würde ich ihn
> > wahrscheinlich grad wieder mitnehmen. Aber ob das dann richtig
ist?
> >
> meine Mutter hat früher auch mehrere Jahre lang Tageskinder betreut.
Ich
> spreche
> daher aus Erfahrung.Unter anderem betreute sie ein Kind, das zu uns
kam, als
> es grad 1 Jahr alt geworden war.
> Als er nicht mehr kam (wegen Umzug) hatte er die Grundschule
abgeschlossen.
> Also eine lange Zeit. Und er weinte früher fast immer, wenn seine
Mama ihn
> morgens "abgegeben" hat. Aber das war immer nach kurzer Zeit vorbei.
Wie
> lange das mit dem Weinen dauerte (sprich wie viele Wochen) kann ich
nicht
> mehr sagen. Der junge Mann ist heute 16. Es ist also schon eine
Zeitlang
> her. Aber wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis und trotz
> anfänglichem Weinen hat er sich doch bei uns wohl gefühlt. Ich denke
> ähnliche Beschreibungen wirst du auch von Eltern hören, deren Kinder
in den
> Kiga kommen.
> Und dass er sich freut, wenn er dich sieht ist doch auch klar. Er
hat sich
> bestimmt auch immer gefreut, wenn du ihn früher bei dem Ex abgeholt
hast.
>
> > Dann würde ich noch gerne die Meinung zu einer anderen Situation
von Euch
> > hören. Es geht ums Thema schlagen.
> > Folgende Situation, wir bringen Luca zur Tagesfamilie. Er geht
sofort zu
> > einem Spielzeug hin. Ein älterer Junge, ca. 4 oder 5, der Sohn der
> > Tagesmutter geht auch zu diesem Spielzeug und möchte es haben.
Luca
> schlägt
> > mit der Hand nach ihm um ihn zu vertreiben. Danach schlägt ihn der
Junge
> mit
> > der Hand auf den Kopf. Würdet ihr da eingreifen, oder geschehen
lassen,
> bis
> > Luca z.B. um Hilfe schreit? Der Altersunterschied ist halt schon
recht
> > gross.
> Da muss ich sagen, erwarte ich mehr Einfühlungsvermögen seitens der
> Tagesmutter. Dass sie ihrem Sohn klar macht, dass grad dein Sohn
damit
> spielt und er nicht hauen darf. Ich würde - ehrlich gesagt -
einschreiten
> und das dem Jungen klar machen. Außerdem würde ich die Tagesmutter
> ansprechen.
>
>
> >
> > Liebe Grüsse
> > Cornelia
> >
> Liebe Grüße
> Gabi
>
>

Tagesmutter

Autor: "Gabi Jung"
2004-06-15 15:29:15

Hallo Anja,
du wolltest sicher Cornelia direkt antworten. Ich war nur die, mit der
praktischen Erfahrung :-)

>Ich habe Deinen Beitrag gelesen und kann den Zwiespalt gut verstehen,
> in dem Du bist. Ich hatte ein kurzes Intermezzo mit einer Tagesmutter,
> als meine Tochter 4 Monate alt war. Als das gründlich schief gegangen
> war, habe ich zum Glück meine Schwiegermutter gehabt, die einsprang.
> Im Moment ist die Situation so, daß ich nicht arbeiten gehen kann,
> weil ich keine Betreuung habe.

Das ist sehr schade und zeigt, in welchem Land wir leben: man kann sein Kind
teilweise nicht guten Gewissens hergeben, um Arbeiten zu gehen und somit was
für die Familie (und auch sich selbst) zu tun. Und weiter unten beschreibst
du das zweite Problem: gibt man das Kind her, um arbeiten zu können, dann
muss man einen Großteil des Geldes für die Kinderbetreuung ausgeben. Da muss
dann jeder abwägen, ob sich das noch lohnt.

> grundsätzlich würde ich auf mein Gefühl hören. Zum einen glaube ich,
> daß man feine Antennen dafür hat, daß etwas nicht stimmt. Zum anderen
> überträgt sich Dein ungutes Gefühl auch auf dein Kind, sodaß es
> dadurch in Konflikt kommt. Du mußt Dir also klar werden, ob Du ein
> schlechte Gefühl hast, weil Du Dein Kind grundsätzlich abgibst oder ob
> es konkret etwas mit dieser Tagesmutter zu tun hat. Und dann würde ich
> sofort handeln.

Wobei ich bei Cornelia das Gefühl hab, dass sie ein schlechtes Gefühl hat,
weil die Tagesmutter wohl nicht ganz richtig deutsch spricht (das Gefühl
würde ich übrigens teilen und ich bin nicht (!!!!) ausländerfeindlich!
Zum Anderen, weil das Kind weint.

LG
Gabi

Tagesmutter

Autor: "Anka Moder"
2004-06-16 14:33:34

Hallo Gabi, ja ups, da ist mir doch ein Fehler unterlaufen! Dir
übrigens auch , ich heiße nämlich Anka.:-))>

Ich ärgere mich auch darüber, daß es so schwer ist, eine gute
Betreuung für ein unter dreijähriges Kind zu bekommen. Auf der einen
Seinte stöhnt der Staat ( zu recht), daß zu wenige arbeiten, auf der
anderen seite bekommt man keine Unterstützung. In Oberhausen, wo ich
wohne, beträgt die Versorgung mit entsprechenden Plätzen 0,9 %
Wir haben unsere Tochter jetzt schon für einen Kindergartenplatz für
die Zeit in zwei Jahren angemeldet. Bei den staatlichen wäre das noch
nicht unbedingt nötig gewesen, aber wir möchten sie in einer
Elterninitiative betreuen lassen und da war es schon fasst spät...
die Zustände in den öffentlichen ist ja aufgrund des knappen Budgets
auch nicht so toll.
grüße von Anka

Tagesmutter

Autor: sahneschnittchn@web.de (Thomas Berg)
2004-06-17 00:20:15

"Anka Moder" wrote:
> Ich ärgere mich auch darüber, daß es so schwer ist, eine gute
> Betreuung für ein unter dreijähriges Kind zu bekommen. Auf der einen
> Seinte stöhnt der Staat ( zu recht), daß zu wenige arbeiten, auf der
> anderen seite bekommt man keine Unterstützung. In Oberhausen, wo ich
> wohne, beträgt die Versorgung mit entsprechenden Plätzen 0,9 %

Hallo Anka.

KiTa-Plätze sind Ländersache, nicht staatlich. Auch, wenn Dir das
jetzt nicht weiterhelfen wird, aber es geht auch anders: Im Land
Brandenburg zum Beispiel hat jedes Kind ab der Geburt Anspruch auf
einen KiTa-Platz. Und falls gerade mal kein Platz in der KiTa frei
ist, bekommt man für den gleichen Preis eine Tagesmutter (die man sich
dann auch noch aussuchen kann). Ohne Wartezeit.
Ok, das gibt es meines Wissens nur in Brandenburg, aber es zeigt, dass
es trotz leerer Kassen geht.

Gruss, Thomas.

Tagesmutter

Autor: Tania Vangeel
2004-06-17 10:13:23

Thomas Berg wrote:

> Hallo Anka.
>
> KiTa-Plätze sind Ländersache, nicht staatlich. Auch, wenn Dir das
> jetzt nicht weiterhelfen wird, aber es geht auch anders: Im Land
> Brandenburg zum Beispiel hat jedes Kind ab der Geburt Anspruch auf
> einen KiTa-Platz. Und falls gerade mal kein Platz in der KiTa frei
> ist, bekommt man für den gleichen Preis eine Tagesmutter (die man sich
> dann auch noch aussuchen kann). Ohne Wartezeit.
> Ok, das gibt es meines Wissens nur in Brandenburg, aber es zeigt, dass
> es trotz leerer Kassen geht.

Ach komm - das habe ich jetzt hier schon einige male gehört, aber
diejenigen die ich kenne und die in Brandenburg wohnen, haben nur Ärger.
Beiträge sind höher als in Berlin, wenn mein kein Auto hat und ländlich
wohnt, kann man es sowieso vergessen, Qualität der Tagesmütter ist
teilw. katastrophal (und scheint auch nicht kontrolliert zu werden)
KiGa-Gruppen sehr groß, keine EI-Kitas vorhanden, Wartezeiten (es geht
hier um ein 2-jähriges Kind) von über einem Jahr. Da bin ich nur froh,
dass ich in Berlin wohne (wo die Situation wirklich super ist).

Klar können meine Eindrücke nie repräsentativ sein, aber so ein
Wunderland wie es hier immer geschildert wird, ist Brandenburg
(ausgerechnet!!) ja wohl nicht. Jedenfalls gibt es keinen Grund dorthin
auszuwandern, wenn man einen KiGa-Platz sucht!

Gruß,
Tania (die froh ist, dass die Sch.. KiGa Zeit jetzt mit der Einschulung
ein Ende hat und die ihrer Schwester, die in Belgien 2 KiGa-Kinder hat,
immer wieder erklären muss, wieso das in D so kompliziert ist - und auch
noch Geld kostet!!)

Tagesmutter

Autor: sahneschnittchn@web.de (Thomas Berg)
2004-06-20 11:26:45

Tania Vangeel wrote:
> > [KiTa - Plätze Berlin <> Brandenburg]
>
> Ach komm - das habe ich jetzt hier schon einige male gehört, aber
> diejenigen die ich kenne und die in Brandenburg wohnen, haben nur Ärger.
> Beiträge sind höher als in Berlin,

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich die Höhe der Berliner Beiträge
nicht kenne, aber die ca. 3% vom Netto, die in Brandenburg zu zahlen
sind, find ich persönlich nicht zu teuer.

> wenn mein kein Auto hat und ländlich wohnt, kann man es sowieso vergessen,

Das ist nun ein generelles Infrastrukturproblem, das hast Du ohnehin,
das hat nichts mit der KiTa zu tun.

> Qualität der Tagesmütter ist teilw. katastrophal

Das kann ich nicht ausschliessen, wird in Berlin und auch in den
Kindergärten oder -tagesstätten nicht anders sein.
Aber ich kann mir die Tagesmutter doch auch selber aussuchen, ich muss
mich nur drum kümmern.

> (und scheint auch nicht kontrolliert zu werden)

Das ist allerdings richtig, muss ich mich also selber drum kümmern.

> Wartezeiten (es geht hier um ein 2-jähriges Kind) von über einem Jahr.

In LDS definitiv nicht. Keine Wartezeiten, wenn beide Eltern eine
Anstellung/Studium/wasauchimmer nachweisen können.
Und in Berlin besteht mit zwei Jahren nichtmal gesetzlicher Anspruch.
Und wenn ich dort dann Gegenden mit ähnlichem Wohnumfeld vergleiche
(Du kannst schlecht Berliner Umland mit City-Bezirken oder von mir aus
auch mit Zehlendorf oder was auch immer vergleichen, weil dort dann
eine ganz andere Bevölkerungsstruktur anzufinfden ist), dann ist die
Versorgung hier draussen (zumindest dort, wo ich sie kennen gelernt
habe) deutlich besser.

> Klar können meine Eindrücke nie repräsentativ sein, aber so ein

Mit Sicherheit nicht. Ich persönlich habe aber durchweg positive
Erfahrungen gemacht.

> Klar können meine Eindrücke nie repräsentativ sein, aber so ein

Mit Sicherheit nicht, meine waren aber rundum positiv.

> Wunderland wie es hier immer geschildert wird, ist Brandenburg
> (ausgerechnet!!) ja wohl nicht. Jedenfalls gibt es keinen Grund dorthin
> auszuwandern, wenn man einen KiGa-Platz sucht!

Das hängt sicherlich von den eigenen Vorstellungen ab, für mich gab es
den Grund und gibt es den Grund auch weiterhin.

Gruss,

Thomas.